Nicht nur wie zuletzt Deutschland oder Italien, sondern auch Südkorea hat im Fußball seinen Wettskandal. Die Profi-Liga des Olympia-Gastgebers von 1988 verhängte am Freitag über zehn Spieler wegen Manipulationen von Spielen lebenslange Sperren, ein elfter kam mit einer fünfjährigen Suspendierung davon. So hohe Strafen gab es in der 28-jährigen Geschichte der K-League noch nie.

"Wir wollen mit diesem Urteil erreichen, dass dies der erste und letzte Wettskandal war", sagte Kwak Young-cheol, der Vorsitzende des Disziplinar-Kommission des Fußball-Verbandes. Gleich acht der zehn verurteilten Akteure gehören dem FC Daejeon an. Einer von ihnen wurde beschuldigt, für Niederlagen des Vereins in zwei Partien im April umgerechnet rund 80.000 Euro erhalten zu haben. Diese Betrag soll auf seine Clubkollegen aufgeteilt worden sein.

"Wir haben die beschuldigten Spieler in die Verhandlung eingeladen, um ihnen eine Chance zur Verteidigung zu geben, aber keiner von ihnen ist gekommen", erzählte Kwak. Der Wettskandal ist auch mit dem Tod eines Spielers, der im vergangenen Monat in einem Hotelzimmer gefunden worden war, in Verbindung gebracht worden. Wie Yonhap berichtete, sei damals ein Abschiedsbrief gefunden worden, in dem Bezug auf den Betrügerring genommen wurde.

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