Mit der Wahl eines neuen Präsidenten hat Iraks Fußballverband einen langwierigen Konflikt mit dem Weltverband (FIFA) beigelegt. Die Hauptversammlung des Verbandes wählte am Samstag Nadschi Hamud zum neuen Präsidenten, berichtete die Nachrichtenagentur Aswat al-Irak. Der 56-jährige Ex-Spieler und Trainer war 2004 Vize-Präsident des Verbandes geworden.

Die FIFA hatte die Iraker früher zweimal wegen Einmischung der Regierung in Verbandsangelegenheiten suspendiert. Hintergrund waren die Intrigen des bisherigen Verbandschefs Hussein Said, eines Günstlings des 2006 hingerichteten Diktators Saddam Hussein. Der im jordanischen Exil lebende Said hatte im Vorjahr bei der FIFA interveniert, um seine Abwahl zu verhindern. Als Vorwand diente, dass Bagdad als Austragungsort für eine Hauptversammlung zu gefährlich sei. Die FIFA wies daraufhin den irakischen Verband an, diese in Erbil abzuhalten.

Schließlich gab es 2010 zwei konkurrierende Hauptversammlungen - die des Verbandes in Bagdad und eine von Said zusammengetrommelte in Erbil. Der Verband verschob allerdings damals die Neuwahl des Präsidenten. Formal frei wurde der Weg dafür am vergangenen Montag, als Said von sich aus das Amt niederlegte.

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