Ex-Fußballprofi Giuseppe Signori hat erneut jede Beteiligung an Spiel-Manipulationen in Italien bestritten. Der Hauptverdächtige im Wettskandal sagte auf einer Pressekonferenz in Bologna am Montag unter Tränen: "Ich wette gerne, aber immer nur auf legale Art und Weise. Ich gehöre zu keiner kriminellen Bande."

Der frühere Stürmerstar soll zusammen mit 30 Komplizen Spiele verschoben und in Asien - Signori habe den Spitznamen "Chinese" gehabt - hohe Wetten abgeschlossen haben. "Es wurden so viele falsche Dinge geschrieben", klagte Signori. "Das war ein mediales Massaker. In nur wenigen Tagen wurden viele Jahre meiner Karriere ausgelöscht."

Die Polizei hatte bei Signori eine "Anleitung" für die Abwicklung von Wetten gefunden. Der Ex-Kapitän von Lazio Rom und Vizeweltmeister 1994 war Anfang Juni festgenommen worden. Rund 60 Erst-, Zweit- und Drittligaspiele in Italien stehen unter Manipulationsverdacht.

Signori räumte auf der Pressekonferenz, bei der Familienangehörige und Freunde in den ersten beiden Reihen saßen und dem 43-Jährigen aufmunternd applaudierten, ein, bei einem Treffen von zwei Unbekannten zu illegalen Wetten aufgefordert worden zu sein. "Aber ich habe abgelehnt", beteuerte Signori. "Wenn, dann habe ich den Fehler gemacht, zu diesem Treffen zu gehen."

In einer landesweiten Razzia hatte die Staatsanwaltschaft Cremona insgesamt 16 Personen festgenommen. Einige von ihnen sitzen immer noch in Untersuchungshaft oder stehen unter Hausarrest.

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