Der österreichische Fußball-Teamspieler Daniel Royer ist sich nach seiner Zeugenaussage im Gerichtsprozess gegen seinen Ex-Teamkollegen Mark Prettenthaler keiner Schuld bewusst. "Ich kann mir bei dem ganzen Vorfall nichts vorwerfen und habe absolut gar nichts falsch gemacht. Was ich vor Gericht angegeben habe, ist die Wahrheit", meinte der 21-Jährige vom ÖFB-Cupsieger SV Ried.

"Wenn jetzt behauptet wird, dass ich mich in Widersprüche verwickelt haben soll, möchte ich das entschieden zurückweisen", erklärte Royer weiter. Im Rahmen der Verurteilung von Prettenthaler wegen schwerer Körperverletzung überprüft die Staatsanwaltschaft die Zeugenaussagen von Royer. "Es ist ein Verfahren wegen Aussagedelikten eingeleitet", bestätigte Reingard Wagner, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Leoben, gegenüber dem Kurier (Dienstag-Ausgabe).

Gemäß einer Presseaussendung von Royers Medienberater vom Dienstag war Royer unmittelbar nach dem Vorfall Ende Dezember in einer Disco in seiner Heimatstadt Schladming bereit, zur Klärung des Sachverhaltes beizutragen und hat dies auch angeboten. Royer sei jedoch von der Exekutive nicht einvernommen worden. Dass aufgrund dieses Umstandes darauf geschlossen werde, er habe den Vorfall nicht gesehen, entspreche nicht den Tatsachen. Royer habe den Vorfall registriert und verfolgt und diesbezüglich auch in der Gerichtsverhandlung ausgesagt.

"Warum ein Exekutivbeamter vor Gericht angegeben hat, Royer hätte die mutmaßliche Körperverletzung nicht gesehen, ist dem Spieler schleierhaft. Er kann sich das nur so erklären, dass es sich dabei um ein Missverständnis gehandelt haben muss", hieß es in der Mitteilung.

Prettenthaler war am 19. Mai im Landesgericht Leoben zu einer Geldstrafe von 8.400 Euro verdonnert worden, weil er gemäß Urteil einer 21-jährigen Niederösterreicherin mit einem Faustschlag das Nasenbein gebrochen hat. Die Rieder haben daraufhin an Montag den Vertrag mit dem 28-Jährigen aufgelöst. Prettenthaler beteuert seine Unschuld: "Einer Frau ins Gesicht zu schlagen, so etwas würde ich niemals tun. Ich habe ein reines Gewissen und kann mich in den Spiegel schauen."

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