FIFA-Präsident Joseph Blatter will sich für höhere Prämien bei künftigen Frauen-Fußballweltmeisterschaften einsetzen. Das kündigte der Chef des Weltverbandes einen Tag vor der Eröffnung der Frauen-WM in Deutschland an. Bei dieser WM schüttet die FIFA 7,6 Millionen US-Dollar (5,34 Mio. Euro) an Prämien aus, 2007 waren es noch 6,4 Millionen.

"Ich bin selbst überrascht, dass nicht mehr drin ist", sagte Blatter am Samstag in Berlin. "Ich werde es an die Finanzkommission weitergeben." Allerdings verwies er darauf, dass die Männer-WM das einzige Turnier sei, "dass der FIFA Geld bringt".

Das Weltturnier bezeichnete Blatter als "Meilenstein in der Entwicklung des Frauenfußballs", weil das Turnier in der "Männerphalanx" Deutschland stattfinde. Der wegen der Korruptionsvorwürfe im Weltverband kritisierte, aber wiedergewählte FIFA-Chef würde mögliche Pfiffe gegen seine Person beim Eröffnungsspiel Deutschland gegen Kanada am Sonntag (18.00 Uhr/live ORF Sport Plus, ARD und Eurosport) als Affront gegen Deutschlands Bundespräsident Christian Wulff werten, der ebenfalls an der Feier teilnimmt. "Ich bin vieles gewohnt", betonte Blatter.

Bei inzwischen 720.000 verkauften Karten ist die Auslastung von 80 Prozent erreicht, die eigentlich erst zum Ende der WM angestrebt wurde. "Das ist ein sehr, sehr gutes Zeichen", sagte WM-OK-Chefin Steffi Jones.

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