Die ungarischen Behörden haben am Mittwoch sieben Männer festgenommen, die mit Fußballwetten und manipulierten internationalen Spielen Betrug in großem Stil betrieben haben sollen. Bei einem der Verdächtigen wurden 100 Millionen Forint (ca. 377.000 Euro) beschlagnahmt, teilte die Generalstaatsanwaltschaft in Budapest mit. Vier der Festgenommenen seien aktive Fußballer, die drei übrigen Ex-Spieler.

Die Ermittlungen seien noch nicht abgeschlossen, es sei mit der Aufdeckung weiterer Betrugsfälle und mit weiteren Verdächtigen zu rechnen, erklärte die Staatsanwaltschaft. Den mutmaßlichen Betrügern drohen fünf bis 20 Jahre Haft.

Es geht um sechs verdächtige Spiele, drei davon in Finnland und zwei in Südamerika. Die Betrüger-Gruppe habe von einem Wettbüro im Fernen Osten aus operiert und Gewinne zwischen 40.000 und 85.000 Euro versprochen. Bei den Wetten sei es nicht um konkrete Spielergebnisse gegangen, sondern darum, wie viele Tore während des Spiels fallen würden und in welcher Spielminute. Bei vier Spielen seien die Betrüger erfolgreich gewesen, pro Spiel hätten sie Summen gewonnen, die 100 Millionen Forint entsprechen.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel