Biathlet Dominik Landertinger findet bei seinem ersten Einsatz im Skilanglauf-Weltcup erschwerte Bedingungen vor. Der Tiroler muss sich für den geplanten Vergleich mit den Spezialisten am Samstag über 10 km Skating in Kuusamo erst qualifizieren. In dieser Saison soll es für den Ex-Weltmeister der einzige "Seitensprung" bleiben, doch ein ehrgeiziges Ziel formulierte er schon jetzt.

"Bei den Winterspielen in Sotschi 2014 möchte ich im 50-km-Skating-Rennen starten. "Vorerst gilt es jedoch einmal "reinzuschnuppern" und das Potenzial abzuklären. Der Langlauf-Einsatz soll dem 23-Jährigen auch helfen, sich vor dem Auftakt des Biathlon-Weltcups eine Woche später in Östersund der Topform anzunähern. Doch um am Samstag in der geliebten Skating-Technik antreten zu dürfen, muss sich Landertinger in Kuusamo in dem ansonsten nur im Training praktizierten klassischen Stil beweisen.

Der Massenstart-Weltmeister von 2009 muss am Freitag im Sprint in der Karenzzeit bleiben, um für den zweiten Teil des Etappenrennens zugelassen zu werden. "Das wird schwierig, ich darf nur rund 30 Sekunden verlieren, muss die technischen Defizite mit Kraft ausgleichen. Gelingt es, dann möchte ich am Samstag in die Top 30 und Punkte machen", sagte Landertinger gegenüber der APA.

Einige seiner norwegischen Biathlon-Kollegen waren schon vergangenes Wochenende im Langlauf-Weltcup im Einsatz, Lars Berger, der in Sapporo 2007 (bei enorm wechselnden Bedingungen) Langlauf-Weltmeister war, landete an achter Stelle. Biathlon-"König" Ole Einar Björndalen hat sogar schon ein Langlauf-Weltcuprennen gewonnen. Derzeit gilt Landertinger als einer der besten Läufer unter den Biathleten.

Im kommenden Winter dürfte sich für ihn kein weiterer Langlauf-Einsatz ausgehen, doch der Olympia-Zweite von 2010 mit der Staffel hat spätere Einsätze geplant. "Ich möchte später immer wieder in Langlauf-Bewerben starten. Wenn ich gut in Form bin, habe ich sicher keine schlechten Chancen, obwohl die Dichte enorm ist."

Biathlon wird jedenfalls die Nummer 1 für Landertinger bleiben, da besteht kein Zweifel. Die WM in Ruhpolding ist das Highlight des kommenden Winters, doch der Hochfilzener hat auch schon die Weltcup-Gesamtwertung als Ziel definiert..

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel