Die zweite Sensation des Damenslaloms am Sonntag in Aspen ist Mikaela Shiffrin gewesen. Die erst 16-jährige US-Amerikanerin fuhr mit Startnummer 37 auf Platz acht, ihr mit Abstand bestes Weltcupergebnis. Der Teenager aus Vail ist eines der größten Talente im Skirennsport und hat auch rot-weiß-rotes Umfeld. Unterstützt wird sie u.a. vom Management des früheren Rennfahrers Kilian Albrecht.

Der Vorarlberger weilte nicht nur als Athleten-Sprecher in Aspen, sondern auch als Sport-Manager, seinem geschäftlichen Hauptstandbein, seit er seine Karriere als Rennläufer für Bulgarien beendet hat. Als solcher zählen auch Resi Stiegler und die Deutsche Lena Dürr zu seinen Schützlingen. In den USA agiert Albrecht mit einer Partneragentur.

Shiffrin ist regierende US-Meisterin im Slalom, man erzählt sich wahre Wunderdinge über sie. Beim Topolino-Cup, dem bedeutendsten Kinderrennen der Welt bis 15 Jahre, setzte sie sich im Riesentorlauf mit elf Sekunden Vorsprung durch. Im Weltcup debütiert hat die 16-jährige Junioren-WM-Dritte im Slalom vergangenen März in Spindlermühle. Shiffrin ist aus Vail, trainiert aber in der Burke Mtn. Academy in Vermont.

In Aspen war sie im ersten Lauf auf Platz 13 gefahren und dabei unmittelbar hinter der ebenfalls sehr starken Österreicherin Carmen Thalmann gestartet. "Super, dass ich endlich meine Trainingsleistung gebracht und damit endlich Weltcuppunkte gemacht habe", freute sich die 22-jährige Kärntnerin über Platz 23 und gestand: "Als ich gesehen habe, dass Shiffrin ein 95er-Jahrgang ist, war das ein richtiger Schock."

Als Athletenvertreter musste sich Albrecht zwei Themen stellen. Die Damen hatten es in Aspen noch nicht geschafft, eine Vertreterin zu nominieren. "Wir wussten nicht, ob es schon gilt", sagte Albrecht. Allerdings dürfen die Athletinnen nun doch nicht schon an der morgendlichen Jury-Besichtigung der Strecke teilnehmen, um keine Vorteile daraus zu ziehen.

Zweites Thema war der deftige Blog, mit dem Riesentorlauf-Weltmeister Ted Ligety am Wochenbeginn schwerst über den Ski-Weltverband (FIS) hergezogen war. Albrecht glaubt nicht, dass dem US-Amerikaner daraus Konsequenzen erwachsen und hatte auch mit der griffigen Wortwahl Ligetys (Tyrannei, Inkompetenz) kein Problem. "Sonst wird man eh nicht gehört."

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