Der alpine Skirennläufer Stephan Görgl ist am Sonntag im Innsbrucker Sanatorium Kettenbrücke nach einem Bandscheibenvorfall an der Lendenwirbelsäule operiert worden. Der Eingriff beim 33-jährigen Steirer dauerte 45 Minuten und verlief ohne Komplikationen. "Ein Knorpelfragment aus der Bandscheibe war in den Nervenkanal hinein verlagert. Das führte zu einer entsprechenden Druckschädigung.

Bei der Operation wurde das freie Knorpelstück entfernt. Bei gutem Heilungsverlauf kann der Patient im Jänner wieder auf Skiern stehen", sagte Michael Gabl, der den Eingriff zusammen mit Michael Koller durchgeführt hatte. "Die Beschwerden waren zuletzt so gravierend, dass ich nicht einmal den Alltag bewältigen konnte. Dreißig Sekunden gerade zu stehen, war unmöglich. Mein Ziel ist es, weiterhin Spitzensport zu betreiben, da gab es keine Alternative zu einer Operation", erklärte Görgl, der bereits am Montag erste Gehversuche unternahm und dabei schmerzfrei war. Im neuen Jahr möchte er wieder ins Renngeschehen einsteigen.

Auf dem Weg der Besserung ist auch Teamkollege Mario Scheiber, der 28-jährige Osttiroler hatte wie Görgl wegen Rückenbeschwerden frühzeitig die Heimreise aus Übersee angetreten. "Der MRT-Befund ergab keine Verschlechterungen. Es ist also nichts Neues dazugekommen und eine Operation Gott sei Dank nicht nötig. Ich bin im Moment zu Hause und versuche die Beschwerden mit Wärmetherapie und Massagen in den Griff zu bekommen", wird Scheiber in einer Aussendung des Österreichischen Skiverbandes (ÖSV) zitiert. Nächste Woche will er mit intensiverem Radtraining beginnen.

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