Das Nordische Zentrum der türkischen Stadt Erzurum ist ab Montag Schauplatz der Nordischen Junioren-Ski-WM. Auf den um rund 80 Millionen Euro erbauten Anlagen in Ostanatolien, gelten im 26-köpfigen ÖSV-Aufgebot vor allem die Skispringer als Medaillenkandidaten. Die Schanzen und Loipen in mehr als 1.700 m Höhe wurden mit der Universiade 2011 eingeweiht. Kontinentalcup-Bewerbe fanden bereits statt.

Die Mannschaft von Trainer Andreas Mitter, in der mit Lukas Müller (dreimal Gold) und Stefan Kraft (Gold und Silber) frühere Medaillengewinner stehen, hat eine stolze Serie zu verteidigen: Seit 1986 war stets ein ÖSV-Quartett auf dem Team-Podest präsent. Für Kombinierer und Langläufer geht es um Top-Ten-Plätze.

Harald Haim, der Sportliche Leiter des Skigymnasiums Stams, sieht die ÖSV-Springer für die Bewerbe in "dünner Luft" gewappnet. Man trainiere sehr oft bei Rückenwind und sei dadurch an ähnliche Bedingungen gewöhnt, sagte er. Der Salzburger Stefan Kraft, der Vorjahrs-Zweite, gilt auch diesmal im Einzel als Medaillenkandidat.

Die von Erfolgscoach Günther Chromecek betreuten Nordischen Kombinierer haben sich mit Langlauf-Training auf der Höhenloipe auf dem Rossbrand bei Filzmoos auf die Höhenlage eingestimmt. Der Coach, der Gottwald, Stecher und Co. zu Team-Olympia-Gold geführt hat, hat eine starke Gruppe aus den drei Leistungszentren Stams, Eisenerz und Saalfelden zur Verfügung, die sich gegenseitig antreibt. "Sie machen ihre Sache sehr gut, das Potenzial ist vorhanden, aber bis in den Weltcup ist es noch ein weiter Weg", erklärte Chromecek. Staatsmeister Mario Seidl sei im Springen stärker, die anderen seien eher bessere Läufer, erklärte der Salzburger.

Im Langlauf wecken die Junioren Hoffnungen auf bessere Zeiten, wenn auch noch nicht bei den Winterspielen 2014. Für Nathalie Schwarz, Teresa Stadlober, Lisa Unterweger oder Max Hauke, den Führenden der FIS-Rangliste der Jahrgänge 1992/93, sind vorerst Top-Ten-Plätze bei den Junioren das Ziel.

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