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Frankreich muss Offensiv-Misere beheben © getty images

Frankreich steht heute Abend um 20.30 Uhr gegen Mexiko eine schwierige Aufgabe

Frankreich steht heute Abend um 20.30 Uhr gegen Mexiko eine schwierige Aufgabe bevor.

Die Franzosen haben fünf ihrer bisher sechs Länderspiele gegen Mexiko gewonnen. Dreimal trafen sich die beiden Teams im Rahmen einer Weltmeisterschaft, zuletzt 1966 in London, wo die Mexikaner mit einem 1:1 wenigstens ein Remis erreichten.

Sollte Frankreich aber heute abend in Polokwane ein erstes Mal gegen Mexiko verlieren, droht dem Weltmeister von 1998 und WM-Finalisten von 2006 das vorzeitige Out, wie schon zuletzt an der EM vor zwei Jahren.

"Die Mexikaner haben mich bei ihrem 2:1-Sieg im Testspiel gegen Italien beeindruckt", sagt Frankreichs ungeliebter Coach Raymond Domenech, "man darf sie nicht spielen lassen, sonst gerät man in Schwierigkeiten." Sorgen muss ihm zudem seine Offensive machen. Seit November hat keiner seiner Stürmer mehr ein Tor geschossen, das 0:0 am letzten Freitag im Startspiel gegen Uruguay war Sinnbild der Misere.

Gut möglich also, dass der zuletzt auf die Ersatzbank verbannte Thierry Henry (51 Tore in 122 Länderspielen) von Beginn an eine Chance erhält. Auch Florent Malouda dürfte wieder in die Startelf rücken. Spielmacher Yoann Gourcuff wird dagegen voraussichtlich der neuen Offensiv-Ordnung geopfert.

Sollte Frankreich die Ladehemmungen vor dem Tor überwinden können und gewinnen, wäre dies ein spezieller Triumph für den Trainer. Raymond Domenech käme dann auf 42 Siege mit der französischen Nationalmannschaft und wäre alleiniger Rekordhalter, vor Michel Hidalgo (41 Siege von 1976 - 1984).

Verteidiger Rafael Marquez, Mexikos renommiertester Spieler vom FC Barcelona, gibt sich betont vorsichtig: "Die Franzosen mögen ihre Probleme im Sturm haben, aber das kann von einem Moment auf den anderen ändern. In dieser Mannschaft steckt viel Qualität."

Marquez, der Mexiko im Startspiel der Gruppe A gegen Südafrika mit seinem Ausgleich zum 1:1 gut zehn Minuten vor Schluss auf Kurs hielt, kennt den französischen Fussball genau. Er spielte während drei Jahren bei Monaco. Sollte es in seinem Team Wechsel geben, dann am ehesten auf der Torhüter-Position oder in der Abwehr. Goalie Oscar Perez verriet bei seinem ersten Auftritt einige Schwächen.

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