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Anelka nach Eklat nach Hause geschickt © getty images

Frankreich macht in Südafrika nicht nur auf dem Feld, sondern auch daneben eine schlechte

Frankreich macht in Südafrika nicht nur auf dem Feld, sondern auch daneben eine schlechte Figur.

Eine schwere Beleidigung an die Adresse von Nationalcoach Raymond Domenech führte zum Rauswurf von Nicolas Anelka.

Die Sportzeitung "L'Equipe" brachte die Affäre in ihrer Samstagsausgabe ins Rollen. In grossen Lettern auf der Titelseite stand, was Anelka in der Pause der Partie gegen Mexiko (0:2) Domenech an den Kopf geworfen hatte: "Va te faire enculer, sale fils de pute!" Nicht nur die Radiosender in Frankreich taten sich schwer, eine nicht allzu derbe Umschreibung dieser deftigen Beleidigung zu finden. Der englische Dienst der Nachrichtenagentur AFP veröffentlichte vor seiner Meldung einen Warnhinweis: Vorsicht, obszöne Worte!

Zu Anelkas Ausraster kam es gemäss "L'Equipe", weil Domenech dem in Südafrika überaus schwach spielenden Angreifer zur Pause vorgeworfen hatte, in der ersten Halbzeit gegen Mexiko zu oft seine Position im Mittelsturm verlassen zu haben. Nach einem kurzen verbalen Gefecht habe Anelka seinen Trainer mit den bereits erwähnten Worten beleidigt, worauf ihm Domenech entgegnet habe: "Okay, du gehst raus." In der zweiten Halbzeit spielte André-Pierre Gignac für den Chelsea-Stürmer.

Die 45 Minuten gegen Mexiko dürften für den 31-jährigen Anelka die letzten im Nationalteam gewesen sein. Bei einem am Samstag einberufenen Krisentreffen mit Domenech, den Spielern und hohen Verbandsfunktionären wurde die Suspendierung Anelkas beschlossen, nachdem Domenech vergeblich auf eine Entschuldigung des Angreifers gewartet hatte. Bereits am Samstagabend verliess Anelka das Camp der Franzosen.

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