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Rooney entschuldigt sich bei den Fans? © getty images

Wayne Rooney sollte England zum ersten Weltmeistertitel seit 1966 führen. Sollte. Nach der jämmerlichen Leistung gegen Algerien

Wayne Rooney sollte England zum ersten Weltmeistertitel seit 1966 führen. Sollte. Nach der jämmerlichen Leistung gegen Algerien rechnet die englische Presse mit dem Team ab.

David Beckham verwarf auf der Bank immer wieder die Hände, die Prinzen William und Harry langweilten sich auf der Tribüne zu Tode und 30000 englische Fans stimmten nach der schlechten Leistung der "Three Lions" ein gellendes Pfeifkonzert an, das selbst die Vuvuzelas in den Schatten stellte.

Nach dem trostlosen 0:0 in Kapstadt gegen Algerien und der schlechtesten englischen Leistung seit Jahren war die gesamte Titel-Euphorie im Mutterland des Fussballs verflogen. Bei den Spielern stiess die Enttäuschung der Fans allerdings auf Unverständnis: "Das ist echte Unterstützung, verdammter Mist", entfuhr es dem sichtlich genervten Wayne Rooney, "toll zu erleben, wie deine eigenen Fans dich ausbuhen."

Am Tag danach entschuldigte sich Rooney allerdings für seine harsche Kritik: "Wenn ich darüber nachdenke, habe ich nach dem Spiel Dinge in der Hitze des Augenblicks gesagt, weil ich sowohl über unsere Leistung als auch über das Resultat frustriert war. Ich bitte um Entschuldigung, wenn ich jemanden beleidigt haben sollte."

Nun braucht England vermutlich im letzten Gruppenspiel einen Sieg gegen Slowenien, um die Achtelfinals noch zu erreichen. Die englischen Zeitungen malten am Samstag bereits ein Horror-Szenario vom möglichen vorzeitigen WM-Aus. "Fürchtet euch sehr! Eine erneute schwache Vorstellung lässt England zittern", schrieb die Londoner Times. "Capellos Trottel sind ein einziges Chaos", schimpfte der "Daily Star". Und "The Sun" versuchte es mit einem Wortspiel: "England hopes in Rooins - Englands Hoffnungen rooiniert."

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