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Erster europäischer Triumph am US Open seit 40 Jahren © getty images

Das 110. US Open der Golfer in Pebble Beach endete mit einer Sensation: Der 30-jährige Nordire Graeme McDowell sorgte am

Das 110. US Open der Golfer in Pebble Beach endete mit einer Sensation: Der 30-jährige Nordire Graeme McDowell sorgte am zweitältesten Majorturnier für den ersten europäischen Sieg seit 40 Jahren.

Und die fast noch grössere Überraschung: Hätte McDowell für Europa die Kohlen nicht aus dem Feuer geholt, so wäre der Franzose Grégory Havret einen Schlag dahinter als Zweiter bereitgestanden. Havret ist im Weltgolf ein Nobody, in der Weltrangliste nimmt er die 395. Position ein.

Die Träger der grossen Namen klassierten sich direkt hinter dem europäischen Tandem. Der zweimalige US-Open-Sieger Ernie Els wurde zwei Schläge hinter McDowell Dritter; Tiger Woods und Phil Mickelson teilten sich mit einem weiteren Schlag Rückstand den 4. Platz.

Woods, der vergeblich seinen 15. Majortitel anstrebte, war auf den letzten neun Löchern mit "nur" einem Schlag über Par der Stärkste in der Spitzengruppe, er war aber gleich zu Beginn der Schlussrunde vorentscheidend zurückgefallen. Lange Zeit schien alles für Ernie Els zu laufen. Der Südafrikaner war zwischenzeitlich in Führung, bevor ihn auf den Löchern 9 bis 11 eine Schwäche ereilte und er vier Schläge liegenliess.

Für Tiger Woods bleibt der Trost, dass er den Angriff seines amerikanischen Erzrivalen Phil Mickelson auf die Spitze der Weltrangliste fürs erste abwehren konnte.

Nun aber hat Graeme McDowell Geschichte geschrieben. Die Europäer hatten das US Open in der Nachkriegszeit nur ein einziges Mal gewonnen, durch den Engländer Tony Jacklin 1970. McDowell gehört seit Jahren zu den beständigsten europäischen Golfern, den Triumph auf dem anforderungsreichen und spektakulären Küstenplatz Pebble Beach auf der Monterey-Halbinsel hatte ihm dennoch kaum jemand zugetraut. McDowell startete als Nummer 36 im Weltranking. Auf der Europa-Tour hatte er viermal gewonnen, zuletzt am Scottish Open 2008.

Der amerikanische Longhitter Dustin Johnson, der nach drei Runden mit drei Schlägen Vorsprung auf McDowell geführt hatte, war vom nervlichen Druck am Schlusstag völlig überfordert. Schon auf den Löchern 2 bis 4 erlebte er ein Debakel und büsste sechs Schläge ein. Schliesslich fiel er mit einer 82er-Runde (11 über Par) auf den 8. Platz zurück.

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