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New York Islanders wählen Nino Niederreiter © getty images

Der noch nicht 18-jährige Bündner Nino Niederreiter ist im NHL-Draft in Los Angeles, Kalifornien, in der ersten Runde von den

Der noch nicht 18-jährige Bündner Nino Niederreiter ist im NHL-Draft in Los Angeles, Kalifornien, in der ersten Runde von den New York Islanders als Nummer 5 gewählt worden.

Für die New York Islanders spielt auch der Berner Verteidiger Mark Streit, der bis dato mit Abstand erfolgreichste Schweizer Feldspieler in der National Hockey League. Niederreiter ist der vierte NHL-Erstrundendraft aus der Schweiz nach Michel Riesen (Nummer 14), Luca Sbisa (19) und Luca Cereda (24). Die New York Islanders beendeten die vergangene NHL-Saison in der Eastern Conference im 13. Rang. Niederreiter dürfte im kommenden Winter sehr wahrscheinlich wieder in der Western Hockey League für die Portland Winterhawks zum Einsatz kommen.

Der aus Chur stammende, am 8. September 1992 geborene Stürmer bestritt bereits die vergangene Saison in der höchsten nordamerikanischen Juniorenliga WHL mit den Winterhawks, für die er in 78 Spielen 44 Tore verbuchte. In den Playoffs der Western Hockey League war Niederreiter der zweitbeste Rookie. Vor seinem Abstecher nach Übersee bestritt er mit dem HC Davos 2009 drei Partien in den NLA-Playoffs.

In seiner nahezu perfekten Saison 2009/2010 nahm Niederreiter mit der Schweizer A-Nationalmannschaft auch an der WM in Deutschland teil. Überdies gelang ihm an der Junioren-WM in Kanada im Viertelfinal gegen Russland der 3:2-Siegtreffer für die Schweizer U20-Auswahl. Nach dem vierten Platz der Schweizer wurde er ins Allstar-Team berufen.

In der ersten Runde gewählt zu werden, bietet freilich keine Gewähr für eine grosse NHL-Karriere. Riesen und Cereda vermochten sich in Nordamerika nicht durchzusetzen. Sbisa kam immerhin schon zu 47 Einsätzen in der National Hockey League. Von den 283 Erstrundendrafts zwischen 1995 und 2004 spielten aber 261 (92 Prozent) zumindest einmal in der NHL.

Die Rechte am Nummer-1-Spieler, Taylor Hall, sicherten sich im Staples Center die Edmonton Oilers, das schlechteste Team der vergangenen Saison. Die weiteren Draftrunden gehen in der Nacht auf Sonntag über die Bühne.

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