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Bussaca muss nach Hause © getty images

Für Massimo Busacca ist die WM

Für Massimo Busacca ist die WM vorbei.

Der Tessiner Schiedsrichter wird keine Partie mehr pfeifen. Das bestätigten sowohl Urs Meier wie auch Francesco Bianchi, der Präsident der Schiedsrichter-Kommission.

Busacca hatte bei seinem einzigen Einsatz, der Vorrundenpartie Südafrika gegen Uruguay (0:3), eine objektiv gute Leistung gezeigt, war aber im Nachgang vom südafrikanischen Trainer Caros Alberto Parreira harsch kritisiert worden. Busaccas Pech war, dass er Goalie Itumeleng Khune vom Platz gestellt sowie einen Penalty gegen Südafrika verhängt hatte. Parreira hatte anschliessend an der Pressekonferenz die Schuld nicht bei seinen Spielern, sondern beim Tessiner Unparteiischen gesucht: "Dieses Gesicht will ich an der WM nicht mehr sehen."

Der Druck, den das Gastgeberland anchliessend ausübte, muss offenbar sehr gross gewesen sein, nur so ist es zu erklären, dass Busacca nicht mehr arbitrieren durfte, speziell wegen der unterirdischen Leistungen einiger Berufskollegen.

Die FIFA hat die Liste der Referees veröffentlicht, welche in Südafrika bleiben dürfen. Zu den 19 Unparteiischen, die sich im Moment noch Finalchancen ausrechnen dürfen, zählt auch Khalil Al Ghamdi.

Der Mann aus Saudi-Arabien war in der Partie zwischen Chile und der Schweiz (1:0) negativ aufgefallen, als er Valon Behrami früh und überhart vom Platz gestellt hatte. Offenbar wurden seine bisherigen Leistungen von den FIFA-Leuten als besser taxiert als jene von Busacca, der ebenso die Heimreise antreten muss wie Roberto Rosetti. Der italienische EM-Finalreferee von 2008 hatte im Spiel Argentinien - Mexiko einen krassen Fehlentscheid beim 1:0 der "Gauchos" zu verantworten.

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