vergrößernverkleinern
Belz toller Sechster - Martinez enttäuschte © getty images

Christian Belz wurde an den Europameisterschaften in Barcelona über 10'000 m in 28:54,01 Minuten ausgezeichneter

Christian Belz wurde an den Europameisterschaften in Barcelona über 10'000 m in 28:54,01 Minuten ausgezeichneter Sechster.

Der 35-jährige Berner übertraf damit die Erwartungen deutlich, hatte er doch in der Meldeliste nur den 21. Platz unter den 26 Startern belegt. Belz kam zupass, dass das Tempo lange Zeit sehr tief war. Bis beinahe 2 Kilometer vor dem Ziel gehörte er einer achtköpfigen Spitzengruppe an, ehe er nach der Tempoverschärfung des späteren britischen Goldmedaillengewinners Mo Farah abreissen lassen musste. Er kämpfte sich jedoch noch auf den 6. Rang vor.

An den Titelkämpfen vor vier Jahren in Göteborg war er nach einem couragierten Rennen als Vierter noch der grosse Verlierer gewesen. Diesmal gehörte er zu den Gewinnern. Belz bestritt seine ersten internationalen Meisterschaften seit 2006, nachdem er sich zwischenzeitlich im Marathon versucht hatte und immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen worden war.

Topfavorit Mo Farrah zog 300 m vor dem Ziel unwiderstehlich am Spanier Ayad Lamdassem vorbei und feierte in 28:24,99 einen ungefährdeten Sieg. Der Einheimische wurde auf den letzten Metern noch vom Briten Chris Thompson (28:27,33) und vom Italiener Daniele Meucci (28:27,33) überspurtet und musste sich mit dem undankbaren 4. Platz begnügen.

Eine mehr als dürftige Leistung bot der Schweizer Dreispringer Alexander Martinez. aNach den 15,55 m zum Auftakt gelang dem gebürtigen Kubaner zweimal kein gültiger Versuch, wobei er sich beim letzten Sprung erneut verletzte. Damit blieb der 32-Jährige deutlich unter der Qualifikationsweite von 16,75 und belegte unter 28 Teilnehmern lediglich Rang 25.

Martinez hat mit dieser Weite seine umstrittene Selektion nicht gerechtfertigt. Nach soliden 16,71 m am Pfingstmeeting in Zofingen -- seine Bestleistung beträgt 17,51 -- verletzte sich der Athlet des LC Zürich Mitte Juni an der Team-EM in Belgrad am Oberschenkel. Daraufhin startete er nur noch Mitte Juli an den Schweizer Meisterschaften in Lugano, wo er mit 15,49 bloss Silber gewann.

Den Titel im Kugelstossen der Frauen sicherte sich die weissrussische Olympia-Dritte Nadeschda Ostaptschuk (20,48) vor ihrer Landsfrrau Natalja Michnewitsch (19,53), der Olympia-Zweiten und Europameisterin von 2006, und der Russin Anna Awdejewa (19,39).

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel