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FCL will sich im Hinspiel in Utrecht gute Ausgangslage sichern © getty images

Erstmals seit 1997 ist der FC Luzern wieder im Europacup

Erstmals seit 1997 ist der FC Luzern wieder im Europacup vertreten.

Mit dem holländischen Meisterschafts-Siebten Utrecht trifft er heute Donnerstag (18.45 Uhr) in der 3. Qualifikationsrunde der Europa League auf einen ebenbürtigen Gegner.

Während die Innerschweizer bereits zwei Meisterschaftsspiele bestritten haben, ist der Meisterschaftsbetrieb im Land des WM-Zweiten noch nicht wieder aufgenommen worden. Utrecht musste sich jedoch bereits in der zweiten Qualifikationsrunde der Europa League bewähren und zeigte gegen den albanischen Vertreter KF Tirana (4:0 und 1:1) keine Schwächen. "Beide Mannschaften haben je zwei Ernstkämpfe hinter sich, so sollten wir uns punkto Formstand etwa auf Augenhöhe begegnen", sagt FCL-Trainer Rolf Fringer, der sich Aufnahmen des 4:0-Heimsieges in Utrecht organisieren und das Rückspiel in Albanien durch seinen Assistenten Petar Aleksandrov beobachten liess.

Utrecht verfüge über eine athletische, spielstarke Equipe, sagt Fringer. Stark sei insbesondere die Offensive besetzt: Mit Jacob Mulenga (Sambia), Dries Mertens (Be) und der holländischen Nachwuchshoffnung Ricky van Wolfswinkel agiert im Angriff ein Trio, das letzte Saison zusammen 21 Tore erzielt hat. Solid ist aber auch die Abwehr, die in insgesamt 38 Saisonspielen lediglich 35 Gegentore erhalten hat. Utrecht qualifizierte sich im Mai als Meisterschafts-Siebter in vier zusätzlichen Playoff-Partien gegen den Achten (Groningen) und Neunten (Roda Kerkrade) für die europäische Bühne.

Die erfolgreichsten Zeiten von Utrecht liegen schon lange zurück. 1958 konnte der einzige Meistertitel, 1985 die einzige Cuptrophäe gefeiert werden. International gesehen aber ist Utrecht deutlich erfahrener als der FC Luzern. Bereits 60 Europacup-Partien haben die Holländer bestritten, zuletzt 2007 zwei im damaligen UI-Cup. Die Luzerner stehen erst bei 16 Europacup-Spielen und weisen mit je 3 Siegen und Unentschieden sowie zehn Niederlagen eine deutlich negative Bilanz aus. Zuletzt schieden die Innerschweizer 1997 gegen Sparta Prag (2:4 und 0:2) bereits in der ersten Runde des Cupsieger-Cups aus.

Ermuntert durch den erfolgreichen Start gegen St. Gallen (4:0) und die Young Boys (1:1) wollen die Luzerner aber auch in Holland auf ihren offensiv ausgerichteten Stil setzen. Fringer: "Ich mag Aussagen nicht hören, wonach wir auswärts so lange wie möglich ein 0:0 halten sollten. Es gibt doch nichts Schöneres, als Tore zu schiessen und das wollen wir auch in Utrecht von Beginn weg anstreben."

Aufstellungssorgen kennt Fringer keine. Dusan Veskovac, der sich gegen St. Gallen einen Nasenbeinbruch zugezogen hatte und deswegen gegen YB fehlte, kann wieder mittun, sofern ihn seine Gesichtsmaske nicht zu stark behindert. Veskovac würde für Lukmon in die Luzerner Verteidigung rücken. Aufgrund des letzten Trainings vom Dienstag will Fringer wie gegen YB auch in Holland mit einer Dreierabwehr agieren. Noch nicht spielberechtigt ist der kroatische Neuzuzug Tomislav Puljic.

Ebenfalls im Einsatz steht der Challenge-League-Klub Lausanne. Nach dem Erfolg gegen Banja Luka (Bos) bekommen es die Waadtländer in der 3. Runde der Europa-League-Qualifikation mit dem Randers FC aus Dänemark zu tun. Übermächtig ist dieser Gegner nicht, dennoch geht der Cupfinalverlierer heute Abend (19.00 Uhr) auswärts als Aussenseiter ins Hinspiel.

Die europäischen Duelle kommen für Lausanne zu einem günstigen Zeitpunkt. Die Mannschaft von Coach Martin Rueda erfreut sich einer guten Frühform. Die erste Hürde in der Europa League (Borac Banja Luka) wurde genommen, und danach zum Saisonstart in der Challenge League ein Mitfavorit auf den Aufstieg (Winterthur) 4:0 demontiert.

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