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Siegreiche Rückkehr für Federer © getty images

Roger Federer hat sich nach knapp sechs Wochen mit einem Sieg auf der Tour

Roger Federer hat sich nach knapp sechs Wochen mit einem Sieg auf der Tour zurückgemeldet.

Beim Canadian Open in Toronto erreichte der in der Weltrangliste auf Position 3 abgerutschte Baselbieter dank eines 7:6 (9:7), 6:3 gegen Juan Ignacio Chela (ATP 50) die Achtelfinals.

Schon vor der Partie, als sein neuer Betreuer Paul Annacone und seine Ehefrau Mirka noch entspannt plauderten, zog Federer die Blicke auf sich - aufgrund seines neuen, rosaroten Shirts. In der Begegnung mit Chela zeigte Federer dann von Beginn an, dass er die knapp sechswöchige Pause seit dem Viertelfinal-Out in Wimbledon gut genutzt hat.

Dass ihm die Zusammenarbeit mit dem einstigen Coach von Pete Sampras und Tim Henman neue Impulse gegeben hat, sah man früh. Federer begann variantenreich und offensiv orientiert und führte rasch 5:2. Auch bei Aufschlag des Gegners wollte er rasch die Initiative ergreifen. Alles sah nach einer klaren Angelegenheit aus, ehe ihm bei 5:3 und eigenem Aufschlag ein ganz schwaches Game unterlief.

Plötzlich verkomplizierte sich nun die Angelegenheit, auch weil Federer von der Grundlinie aus, vor allem auf der Backhand, den Rhythmus noch nicht wunschgemäss fand. Chela fasste Mut, wehrte bei 4:5 zwei Satzbälle ab und in der vermeintlichen Kurzentscheidung vier weitere, ehe Federer mit einem Smash beim siebten Satzball durchatmen konnte. Nach 81 Minuten und zwei Breaks im zweiten Satz stand er dann aber auch im fünften Duell mit dem Argentinier als Sieger fest.

Nächster Gegner von Federer ist am Donnerstag der französische Linkshänder Michael Llodra (ATP 35), der den Spanier Nicolas Almagro (ATP 16), den Gewinner von Gstaad, aus dem Turnier geworfen hat.

Auch Stanislas Wawrinka (ATP 24) startete erfolgreich ins Turnier in Toronto. Der 25-jährige Waadtländer bezwang den Kanadier Frank Dancevic (ATP 417) in 77 Minuten 6:1, 6:4. Wawrinka gewann gleich die ersten vier Games und beendete den ersten Satz nach 32 Minuten mit einem Ass. Im zweiten Durchgang gelang ihm das entscheidende Break zum 5:4.

Die Schweizer Nummer 2 brachte sämtliche Aufschlagspiele durch; die drei Breakmöglichkeiten von Dancevic wehrte er allesamt ab. Mit seinem ersten Service entschied Wawrinka 28 von 32 Punkten für sich. Dank diesem Sieg führt er im Head-to-Head nun 2:0. Im ersten Duell gegen den Nordamerikaner hatte er sich 2008 an den Olympischen Spielen in Peking in drei Sätzen durchgesetzt.

Die nächste Aufgabe wird für ihn deutlich schwieriger, trifft er doch auf Rafael Nadal. Gegen den spanischen Weltranglisten-Ersten, der sich gemäss eigener Aussage in perfekter Form befindet, verlor der Romand sämtliche fünf Spiele, wobei er keinen einzigen Satz für sich entscheiden konnte. Zuletzt trafen die beiden Ende April in Rom aufeinander. Er müsse sein bestes Tennis spielen, um eine Chance zu haben, so Wawrinka.

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