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Heyer/Heuscher sorgen an EM für Paukenschlag © getty images

Der zweite Tag der Beachvolleyball-EM in Berlin hat mit einem Paukenschlag

Der zweite Tag der Beachvolleyball-EM in Berlin hat mit einem Paukenschlag geendet.

Patrick Heuscher und Sascha Heyer schlugen die Weltmeister Julius Brink und Jonas Reckermann in deren heimischem Stadion 2:1 (17:21, 21:15, 15:10) und sorgten so für die bislang grösste Überraschung der Titelkämpfe.

Nach verlorenem erstem Satz liefen die Schweizer Routiniers zu grosser Form auf und agierten am Ende fehlerlos. "Es ist verrückt", sagte Heuscher, "alle reden von Krise, und dann bringen wir die mit Abstand beste Leistung dieser Saison." Selbstverständlich ist das nicht. Nach hartnäckigen muskulären Problemen wusste Heuscher zu Turnierbeginn nicht, wo er leistungsmässig steht. Er sprach denn auch von grosser Verunsicherung. Doch der schwer erkämpfte Auftaktsieg gegen die Letten Plavins/Smedins brachte das zuvor vermisste Selbstbewusstsein zurück. Mit zwei Siegen haben Heyer und Heuscher den Sprung in die Achtelfinals bereits sichergestellt.

Schöne Erfolge gab es auch für die Schweizerinnen. Beide gestarteten Frauenteams überstanden die Gruppenphase und dürfen am Freitag im Achtelfinal antreten. Eine positive Überraschung war das in erster Linie für Muriel Grässli und Tanja Govicanec, die sich nach zwei Auftaktniederlagen mit einem ebenso klaren wie überzeugenden 2:0 (21:11, 21:9)-Sieg gegen die Slowakinnen Michalovicova/Cizmarova in die nächste Runde retteten. Im Achtelfinal gegen die Deutschen Katrin Holtwick und Ilka Semmler sind Grässli/Govicanec allerdings klare Aussenseiter.

Das beste Schweizer Frauenteam, Simone Kuhn und Nadine Zumkehr, verspielte durch das 1:2 (23:25, 23:21, 11:15) gegen die Spanierinnen Baquerizo/Fernandez Steiner leichtfertig den Gruppensieg.

Im Turnier der Männer gewannen Martin Laciga und Jefferson Bellaguarda ihre Auftaktpartie gegen die Deutschen Matysik/Walkenhorst 2:0 (21:16, 21:15). Dagegen mussten die jungen Roman Sutter und Jonas Weingart Lehrgeld zahlen. Gegen die Titelverteidiger Nummerdor/Schuil (Holland) und gegen die Österreicher Gosch/Horst spielten sie jeweils ansehnlich, verloren jedoch beide Partien 0:2.

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