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FCB mit Trainer Torsten Fink unter Erfolgszwang © getty images

Der FC Basel empfängt heute Abend im St.-Jakob-Park (20.45 Uhr/live SF2) im Playoff-Hinspiel für die Champions League den

Der FC Basel empfängt heute Abend im St.-Jakob-Park (20.45 Uhr/live SF2) im Playoff-Hinspiel für die Champions League den moldawischen Meister Sheriff Tiraspol.

Die Qualifikation für die Königsklasse ist das erste grosse Ziel des FCB in dieser Saison.

Erstmals unter Thorsten Fink verlor der Schweizer Meister zwei Spiele in Folge in der Meisterschaft. Nach einem schwachen Auftritt in Bellinzona (0:1) unterlag der FCB am letzten Samstag trotz spielerischer Dominanz auch dem FC Luzern (1:4) und gab damit die Leaderposition in der Tabelle preis. "Die Meisterschaft wird kein Selbstläufer. Wenn wir gegen einen vermeintlichen Abstiegskandidaten wie Bellinzona nur 90 Prozent Leistung abliefern, dann reicht es eben nicht", so Fink.

Wegen der zwei Niederlagen lässt sich der 42-Jährige aber nicht aus der Ruhe bringen: "Wir haben in der letzten Saison schon schwierigere Situationen überstanden. Meine Mannschaft hat genug Selbstbewusstsein. Wir werden die Kurve wieder kriegen." Für den ehemaligen Bayern-Professional kommt die Partie gegen Tiraspol zum richtigen Zeitpunkt. Dass die Spieler womöglich unbewusst aufgrund der Playoff-Partien die Konzentration zuletzt etwas vermissen liessen, schliesst der Deutsche nicht aus.

Fink hat in seinem Premierenjahr am Rheinknie mit dem Gewinn des Double und der Qualifikation für die Europa League beinahe das Maximum erreicht. Um endgültig aus dem grossen Schatten seines Vorgängers Christian Gross zu treten, fehlt ihm allerdings noch etwas: die erfolgreiche Qualifikation für die Champions League. Die grosse Bühne des europäischen Fussballs hat Fink in seiner Karriere bisher nur als Spieler betreten. "Ich weiss aber, dass ich früher oder später auch als Trainer in die Champions League kommen werde", gibt sich der gebürtige Dortmunder gewohnt selbstbewusst.

In der zehnjährigen Ära von Gross erreichte der FCB 2002 und 2008 die Königsklasse und legte dank der Millionen-Einnahmen die Basis, um zum Krösus der nationalen Fussball-Szene aufzusteigen. Auch gegen Tiraspol geht es für den FCB um viel Geld. Bei einer allfälligen Qualifikation dürften dank Fernsehgeldern, UEFA-Prämien und Zuschauereinnahmen rund 25 Millionen Franken in die Kassen der Bebbi fliessen. "Vor allem für den Klub wäre die Qualifikation sehr wichtig", so Fink.

Da sich in der kommenden Saison der Schweizer Meister direkt für die Gruppenphase der Champions League qualifizieren wird, sieht Fink eine "einmalige Chance", um sich längerfristig in der Crème de la Crème Europas festzusetzen. Zumal es in diesem Jahr das Los mit dem FCB gut meinte. Sheriff Tiraspol ist auf dem Papier das schwächste der fünf Teams, die den Baslern hätten zugelost werden können. "Wir dürfen uns aber nicht in Sicherheit wiegen", warnt Fink, "Sheriff ist eine gefährliche Mannschaft, defensiv sehr stabil und nur schwer zu knacken."

Der heutige FCB-Gegner ist das Nonplusultra des moldawischen Klubfussballs. Der Verein der autonomen Region Transnistrien, der 1996 unter dem Namen Tiras Traspol gegründet worden war, gewann die letzten zehn Meisterschaften und qualifizierte sich im vergangenen Jahr als erstes moldawisches Team für die Gruppenphase der Europa League. In der diesjährigen Kampagne schaltete der vom gleichnamigen Konzern alimentierte Klub Dinamo Tirana aus und qualifizierte sich auswärts gegen Dinamo Zagreb, als erst der 18. Versuch im Penaltyschiessen die Entscheidung brachte, erneut für die Playoffs.

Vor allem in der Defensive präsentiert sich Sheriff stark. In der letzten Meisterschaft kassierte das Team des Weissrussen Andrej Sasnizki in 33 Spielen nur acht Gegentore, in dieser Saison in vier Partien noch keines. In der Video-Analyse der beiden Zagreb-Spiele hat Fink aber auch Schwächen entdeckt: "In der Mitte sind sie zwar sehr kompakt, über aussen aber anfällig." Positiv aufgefallen sind dem FCB-Trainer die beiden Mittelfeldspieler Vladimir Volkov (Ser) und Alexander Erochin (Russ), die drei der fünf Tore gegen Tirana und Zagreb erzielten.

Fink hofft, mit einem "Sieg ohne Gegentor" in das Rückspiel am nächsten Dienstag in Moldawien zu steigen. Er ist überzeugt, dass der FCB das erste grosse Saisonziel erreicht und dadurch auch wieder Schwung für die Meisterschaft holt: "Dafür müssen wir aber zweimal eine hundertprozentige Leistung abliefern."

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