vergrößernverkleinern
GC und Lausanne mit reellen Chancen aufs Weiterkommen © getty images

Gegen Rumäniens Rekordmeister Steaua Bukarest winkt den Grasshoppers heute (19.30 Uhr) im Letzigrund die Gruppenphase der Europa

Gegen Rumäniens Rekordmeister Steaua Bukarest winkt den Grasshoppers heute (19.30 Uhr) im Letzigrund die Gruppenphase der Europa League.

Nach der 0:1-Niederlage im Hinspiel haben die Zürchern reelle Chancen aufs Weiterkommen. Für die "Hoppers" wäre es nach 2005 und 2006 im UEFA-Cup bereits die dritte Teilnahme am zweitwichtigsten Europacup-Wettbewerb seit Einführung der Gruppenphase.

Die knappe Niederlage in Bukarest ist für das Team von Ciriaco Sforza in jedem Fall zu korrigieren. Zudem dürfte Swen König wieder ins Tor zurückkehren. Nach einem am Wochenende gegen Luzern (0:3) erlittenen Bluterguss in der Leistengegend konnte der Stammgoalie am Mittwochmorgen bereits wieder trainieren.

Bei den Grasshoppers harzt es derzeit auch in der Offensive. Seit 205 Minuten haben die Zürcher keinen Treffer mehr erzielt - und Sforza gehen nach der Verletzung des bisher gefährlichsten Stürmers Vincenzo Rennella, der wegen eines Muskel-Teilrisses im Oberschenkel bis zu drei Monate ausfällt, die Stürmer aus. In der aktuellen Abschluss-Schwäche seines Teams sieht Sforza noch kein Problem: "Wir erarbeiten uns immer Torchancen. Wenn dem nicht so wäre, dann erst müsste ich mir Gedanken machen."

Anstelle von Rennella wird gegen Steaua der 21-jährige Nigerianer Innocent Emeghara von Beginn weg seine Chance bekommen. Er soll mit seiner Schnelligkeit für Probleme in Steauas etwas behäbiger Innenverteidigung sorgen. Eine weitere Alternative im Sturm wäre Endogan Adili, doch der ist erst 16 Jahre alt geworden. Immerhin konnten die Zürcher den Stürmer Alessandro Riedle (19) vom VfB Stuttgart zurückholen. Der Sohn des ehemaligen deutschen Internationalen Karl-Heinz Riedle wird aber seine Spielberechtigung wohl erst nächste Woche erhalten.

Gegenüber dem Hinspiel in Bukarest gedenkt Sforza nichts an der Spielweise zu ändern: "Wir haben keinen Grund, etwas umzustellen oder nervös zu sein. Wir müssen sicher kein Harakiri spielen." Steaua sei keine schlechte Mannschaft; der 23-fache rumänische Meister sei zudem über den Zürcher Auftritt vor einer Woche überrascht gewesen. Wenn es den Grasshoppers gelingt, den Knopf beim Toreschiessen zu lösen, dürfte Steaua Bukarest trotz des klingenden Namens keine unüberwindbare Hürde darstellen.

Der Cupfinalist Lausanne surft in diesen Tagen auf der Erfolgswelle. Bei Lokomotive Moskau will der Challenge-League-Klub eine Sensation schaffen und sich für die Gruppenphase der Europa League qualifizieren.

Nach dem 1:1 im Hinspiel muss Lausanne heute Donnerstag (18.00 Uhr Schweizer Zeit) im Lokomotive-Stadion mindestens ein Tor erzielen, um weiterzukommen. Der Waadtländer Coach Martin Rueda glaubt an den Exploit, seine Spieler strotzen nach einem Meisterschaftsstart mit fünf Siegen in ebenso vielen Spielen (zuletzt ein 2:1 in Lugano) vor Selbstvertrauen. Ganz im Gegensatz zum heutigen Gegner. Dieser wartet seit sechs Partien auf einen Sieg und verlor zuletzt gegen Dynamo Moskau 0:3. "Wir müssen verhindern, dass sie Sicherheit gewinnen", weiss Rueda.

"Sie werden versuchen, uns von Beginn weg unter Druck zu setzen", ist Stürmer Jocelyn Roux überzeugt. Bereits im Hinspiel hatte "Lok" zu Beginn ein hohes Tempo vorgelegt, doch dann kam Lausanne zu seinen Chancen, verwertete aber nur eine. In der russischen Hauptstadt wird das Team effizienter agieren müssen. "Wir haben in jedem Auswärtsspiel bislang getroffen", erinnert Rueda, weiss aber auch, dass ein Tor womöglich nicht reicht.

In Bosnien (1:1 bei Banja Luka) und in Dänemark (3:2 bei Randers) haben die Lausanner bewiesen, dass sie auf europäischem Parkett bestehen können. Lokomotive ist mit seinem Budget von rund 80 Millionen Euro zwar noch eine Nummer grösser als die vorherigen Gegner, doch das Selbstvertrauen ist auf Seiten der Schweizer Vertreter. Die enttäuschten Gesichter nach dem 1:1 im Hinspiel sprachen Bände: Lausanne-Sport hat noch lange nicht genug von der Europa League. Ein weiterer Exploit und es winken sechs zusätzlich internationale Auftritte.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel