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Letzte Experimente gegen Australien © getty images

Nati-Coach Ottmar Hitzfeld wirbelt im heutigen Testspiel gegen Australien die gewohnte Startaufstellung nochmals

Nati-Coach Ottmar Hitzfeld wirbelt im heutigen Testspiel gegen Australien die gewohnte Startaufstellung nochmals durcheinander.

Höchste Priorität geniesst aus Schweizer Sicht der Auftakt zur EM-Ausscheidung gegen England. Unter diesem Aspekt testet die SFV-Equipe heute Abend (20.15 Uhr) in St. Gallen vor allem die Breite des Kaders.

Gegen Australien will Hitzfeld primär die Mitglieder der zweiten Garde einem Test unterziehen. In St. Gallen steht heute Abend nur ein Bruchteil jener Formation auf dem Feld, die am Dienstag im ersten Highlight der EM-Qualifikation gegen England zu erwarten ist.

Vom Kern setzt der Coach nur Lichtsteiner, Grichting, Inler, Derdiyok und Frei ein; wohl kaum einen über 90 Minuten. Im Vergleich zum 1:0 in Österreich rochiert er auf sechs Positionen - verglichen mit dem Team, das gegen Honduras (0:0) das WM-Out nicht abzuwenden vermochte, werden gar sieben neue Akteure zum Einsatz kommen.

Klar scheint, dass Hitzfeld die exakte Strategie gegen die Engländer längst kennt und auch das entsprechende Personal zur Umsetzung seiner Pläne im Kopf hat. Offen ist fünf Tage vor dem "Schlager" (Hitzfeld) mutmasslich nur eine Position - jene im linken Mittelfeld. Kandidaten zur Besetzung der vakanten Stelle gibt es mehrere. Gelson Fernandes gehört zu ihnen. Den Chievo-Professional wird Hitzfeld gegen die Australier aber zunächst als linken Aussenverteidiger testen. Der erst 18-jährige Basler Xherdan Shaqiri (beginnt gegen Australien im rechten Couloir) gilt als weitere Option. Zur Auswahl steht auch Albert Bunjaku, der in St. Gallen während einer Hälfte auf der linken Aussenbahn begutachtet wird.

Marco Wölfli simuliert gegen die Australier einstweilen den "Sonderfall", falls Stammgoalie Diego Benaglio kurzfristig wegen der Geburt seines ersten Kindes abreisen sollte.

Für den Schweizer Testspiel-Gegner Australien sind Auftritte in Europa wie heute im Prinzip die beste Lösung. 16 von 19 Spielern des aktuellen Aufgebots verdienen ihr Geld in europäischen Klubs. Rund ein Drittel ist in der ersten und zweiten englischen Liga engagiert. Ihr Spielstil ist jenem der "Three Lions" deshalb nicht unähnlich.

In Südafrika hatten die "Socceroos" ihre Achtelfinal-Chancen gleich beim 0:4-Debakel gegen die Deutschen verspielt. Nach dem Out kam es zum Trainerwechsel. Seit Mitte August trägt der Deutsche Holger Osieck (61) die Verantwortung. Der frühere Assistent von Franz Beckenbauer und Ex-Nationalcoach von Kanada wird Australien heute erstmals betreuen.

Schweiz - Australien in St. Gallen (20.15 Uhr). - Mögliche Startformationen:

Schweiz: Wölfli (Young Boys); Lichtsteiner (Lazio Rom), Affolter (Young Boys), Grichting (Auxerre), Fernandes (Chievo Verona); Shaqiri (Basel), Inler (Udinese), Margairaz (Zürich), Bunjaku (Nürnberg); Derdiyok (Leverkusen); Frei (Basel).

Australien: Schwarzer (Fulham); Garcia (Hull), Culina (Gold Coast), Neill (Galatasaray), North (Tromsö); Jedinak (Genclerbirligi), Wilkshire (Dynamo Moskau), Holman (Alkmaar), Valeri (Sassuolo); Cahill (Everton), Emerton (Blackburn).

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