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U21: Barrage-Einzug oder Hoffen und Bangen © getty images

Die Schweizer U21-Junioren schliessen heute Abend die Gruppenphase in der EM-Qualifikation

Die Schweizer U21-Junioren schliessen heute Abend die Gruppenphase in der EM-Qualifikation ab.

Wenn die Auswahl von Pierluigi Tami in Lugano gegen den Tabellenletzten Irland gewinnt, qualifiziert sie sich für die Barrage und wäre der Endrunde in Dänemark einen Schritt näher.

Die Schweizer hätten verhindern können, dass der Partie im Cornaredo-Stadion (Anpfiff um 20 Uhr) Endspiel-Charakter zukommt. Wäre der Heimmatch gegen den hartnäckigsten Verfolger Türkei nicht verloren gegangen und hätte auswärts gegen Georgien nicht ein mickriges Unentschieden resultiert, stünden sie nicht derart unter Zugzwang. Weil es vor drei Wochen in Winterthur im Test gegen Griechenland ein 0:1 abgesetzt hat, wartet die U21 seit drei Spielen auf einen Sieg und einen Torerfolg.

Auf der anderen Seite ist es erstaunlich, dass die Schweiz trotz zwei Remis und zwei Niederlagen immer noch aus eigener Kraft in die Barrage einziehen kann. Zugute kommt ihr die Ungeschlagenheit bei den Auswärts-Auftritten. Zuhause unterlagen Tamis Schützlinge nicht nur der Türkei, sondern auch Estland. Vor heimischem Publikum taten sie sich auch gegen Armenien (2:1) und Georgien (1:0) schwer. Es wäre also verfehlt, das Duell mit Schlusslicht Irland als Selbstläufer zu betrachten. Zumal sich die "Boys in Green" nach dem kürzlich errungenen 5:0-Erfolg gegen Estland im Aufwind befinden. Im Hinspiel in Waterford hatte die Schweiz nach einem Treffer des eingewechselten Fabian Frei unmittelbar vor dem Schlusspfiff den Ausgleich hinnehmen müssen.

Pierluigi Tami kann heute in der entscheidenden Partie nicht auf die mutmassliche Bestbesetzung zurückgreifen. Vier Leistungsträger stehen im Kader der A-Nationalmannschaft: Eren Derdiyok, Xherdan Shaqiri, Moreno Costanzo und François Affolter. Weitere prominente Namen wie Xavier Hochstrasser, Valentin Stocker, Frank Feltscher, Fabian Lustenberger oder Mario Gavranovic fehlen wegen Verletzungen und Sperren. Aufgeboten wurde eine recht unerfahrene Equipe, die es gemeinsam auf lediglich sechs Tore bringt.

Sollte die Schweiz gegen Irland nicht gewinnen, bleibt die Hoffnung, dass die letzten verbliebenen Kontrahenten Türkei und Georgien auch Punkte abgeben. Die Chance, als einer der besten vier Gruppenzweiten die Barrage zu erreichen, wäre klein.

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