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Missglückter Schweizer Start in die EM-Kampagne © getty images

Die Schweizer Nationalmannschaft verlor ihr erstes Spiel in der neuen EM-Ausscheidung in Basel gegen England

Die Schweizer Nationalmannschaft verlor ihr erstes Spiel in der neuen EM-Ausscheidung in Basel gegen England 1:3.

Ausgerechnet Wayne Rooney, der im Vorfeld des Spiels im Mittelpunkt wilder Schlagzeilen über sexuelle Eskapaden mit einer Prostituierten gestanden hatte, brachte die Briten schon nach zehn Minuten in Führung. Für den Star von Manchester United war es der erste Treffer für England nach einer langen Torflaute von über einem Jahr. Die Gäste stellten bis zur Pause das klar tonangebende Team und lagen hochverdient in Führung. Die Schweizer gelangten im ersten Durchgang lediglich zu einer halben Möglichkeit durch David Degen, der mit einer Direktabnahme aber deutlich über das Tor traf.

Mit der Einwechslung von Xherdan Shaqiri nach der Pause für den enttäuschenden Xavier Margairaz kam in der zweiten Halbzeit mehr Schwung und Druck ins Schweizer Spiel. Eine harte Entscheidung des italienischen Schiedsrichters Nicola Rizzoli, der Stephan Lichtsteiner in der 65. Minute mit Gelb-Rot vom Platz stellte, erschwerte aber die Schweizer Aufholjagd erheblich.

Vier Minuten nach dem Platzverweis gingen die Engländer denn auch 2:0 in Führung. Ein schnell ausgeführter Gegenzug der Gäste über Rooney und Steven Gerrard landete bei Adam Johnson, der Diego Benaglio ausspielte und ins leere Tor traf.

Nur zwei Minuten später jedoch verkürzte die Schweiz überraschend auf 1:2. Shaqiri war mit einem herrlichen Hocheckschuss von der Strafraumgrenze aus erfolgreich. Als die Schweizer in der Schlussphase alles nach vorne warfen, sorgte schliesslich Joker Darren Bent nach einem Konter für das Schlussresultat.

Mit dieser Heimniederlage gegen den Gruppenfavoriten hat sich die Chance der Schweiz, sich zum fünften Mal in Folge für eine Endrunde zu qualifizieren, erheblich verschlechtert. England führt die Tabelle nach zwei Siegen mit sechs Punkten Vorsprung an und auch der nächste Schweizer Gegner Montenegro liegt ebenfalls schon sechs Zähler vor dem Team von Ottmar Hitzfeld.

Nach dem 1:0-Heimsieg gegen Wales hat Montenegro in der EM-Qualifikation auch die zweite Partie gewonnen. Der nächste Gegner der Schweiz siegte in Sofia gegen Bulgarien 1:0. Für das Heimteam war es bereits die zweite Niederlage nach dem 0:4 in England.

Der bulgarische Nationaltrainer Stanimir Stoilov zog unmittelbar nach der Begegnung die Konsequenzen und trat zurück. Das einzige Tor der Partie erzielte in der 35. Minute Verteidiger Elsad Zverotic vom FC Luzern.

Schweiz - England 1:3 (0:1).

St.-Jakob-Park.-- 37 500 Zuschauer (ausverkauft). - SR Rizzoli (It). - Tore: 10. Rooney 0:1. 69. Adam Johnson 0:2. 71. Shaqiri 1:2. 88. Bent 1:3.

Schweiz: Benaglio; Lichtsteiner, von Bergen, Grichting, Ziegler; Margairaz (46. Shaqiri), Inler, Pirmin Schwegler (83. Costanzo), David Degen (64. Streller); Frei, Derdiyok.

England: Hart; Glen Johnson, Jagielka, Lescott, Ashley Cole; Walcott (13. Adam Johnson), Gerrard, Barry, Milner; Rooney (79. Wright-Phillips); Defoe (70. Bent).

Bemerkungen: Schweiz ohne Barnetta (krank), Stocker und Yakin (beide verletzt). England ohne Crouch, Dawson, Ferdinand, Lampard und Terry (alle verletzt). 13. Walcott verletzt ausgeschieden. 25. Degen und Margairaz tauschen ihre Positionen. 65. Gelb-Rot Lichtsteiner (Foul). Verwarnungen: 57. Lichtsteiner (Reklamieren), 60. Milner (Foul), 76. Ashley Cole (Foul), 81. Grichting (Foul).

Rangliste: 1. England 2/6 (7:1). 2. Montenegro 2/6 (2:0). 3. Wales 1/0 (0:1). 4. Schweiz 1/0 (1:3). 5. Bulgarien 2/0.

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