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Bayern München zu Gast beim FCB © getty images

Zwischen den Bayern und dem FC Basel liegt im Regelfall mehr als eine Klasse. Ganz ohne Chance ist der Schweizer Meister heute

Zwischen den Bayern und dem FC Basel liegt im Regelfall mehr als eine Klasse. Ganz ohne Chance ist der Schweizer Meister heute Abend aber trotzdem nicht.

Der letzte Besuch eines europäischen Schwergewichts endete für die Basler im Fiasko. Das 0:5 gegen den FC Barcelona riss Rot-Blau vor zwei Jahren in den CL-Abgrund. Deshalb sind das fabelhafte 3:3 gegen Liverpool (12. November 2002) und der Vorstoss in die Zwischenrunde nach wie vor die wichtigsten Einträge im Basler Log-Buch der Köngisklasse.

"Es gibt drei oder vier Klubs, die unter normalen Umständen nicht zu schlagen sind", erklärte Marco Streller. Die Bayern gehören zweifelsfrei zu dieser Kategorie. Im Champions-League-Ranking ist der vierfache Meistercupsieger hinter Manchester United, Barcelona und Real Madrid an vierter Stelle klassiert -- Basel an 61. Stelle. "In Ehrfurcht erstarren wir trotzdem nicht", schob Streller nach.

Interessant ist die Statistik der letzten vier Begegnungen mit Vertretern der wesentlich höher eingeschätzten Bundesliga. Innerhalb von drei Jahren erreichte der FCB gegen den HSV (1:1/UEFA-Cup), Werder Bremen (2:1, 0:3/CL-Qualifikation) und Schalke (1:1/UEFA-Cup) zwei Remis und einen Sieg.

Inmitten der sportlichen Stagnation setzte der Bayern-Vorstand 24 Stunden vor der zweiten Champions-League-Partie ein Ausrufezeichen. Beim Mittagessen im noblen Basler Hotel Hilton einigte sich die Führung mit Louis van Gaal auf eine Vertragsverlängerung bis 2012. Es sei ein klares Statement für den Coach und dokumentiere den Stellenwert, "den Louis geniesst", betonte Karl-Heinz Rummenigge.

Der unumstrittene Trainer ist sich mit seinen Vorgesetzten nicht nur arbeitsrechtlich einig, er teilt auch ihre Einschätzung der aktuellen Schieflage: "Ich verstehe die Nervosität. Der FC Bayern kann nicht in sechs Spielen (in der Bundesliga) acht Punkte holen, das geht nicht." Den Ausweg aus der Krise planen die Münchner am Rheinknie.

Ohne ihre beiden verletzten Stars Arjen Robben und Franck Ribéry sank die Qualität zuletzt auf einen mittelmässigen Wert. Weder der holländische Captain Mark van Bommel noch Bastian Schweinsteiger, der neue Leader der DFB-Auswahl, besassen die Energie, die Ausfälle zu kompensieren. Rummenigge unterstellte ihnen und anderen Leadern gar, "geistig müde" zu sein.

St.-Jakob-Park. -- 20.45 Uhr. -- SR Thomson (Scho).

Basel: Costanzo; Inkoom, Abraham, Cagdas, Safari; Shaqiri, Yapi, Huggel, Stocker; Frei, Streller.

Bayern: Butt; Lahm, Van Buyten, Badstuber, Pranjic; Müller, Van Bommel, Schweinsteiger, Kroos; Klose; Olic.

Bemerkungen: Basel ohne Zoua (verletzt), Bayern ohne Robben, Ribéry, Contento, Alaba (alle verletzt).

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