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Basel und U21-Nati im Wettskandal involviert © getty images

Beim am Mittwoch beginnenden ersten Prozess um den grössten Wettskandal im europäischen Fussball stehen insgesamt neun Spiele

Beim am Mittwoch beginnenden ersten Prozess um den grössten Wettskandal im europäischen Fussball stehen insgesamt neun Spiele mit Schweizer Beteiligung auf der Anklageschrift des Bochumer Landgerichts.

Neben sieben bereits bekannten Fällen aus der Challenge League, die zwischen dem 17. April und dem 1. November 2009 stattfanden, figurieren auf der ersten Prozess-Liste der 32 unter Manipulationsverdacht stehenden Partien zwei internationale Spiele mit Schweizer Beteiligung. Es handelt sich dabei um Basel - CSKA Sofia (3:1), das am 5. November 2009 im Rahmen der Europa League stattfand, und das U21-EM-Qualifikationsspiel vom 18. November 2009 zwischen der Schweiz und Georgien (1:0). Es ist so gut wie ausgeschlossen, dass Basel und die Schweizer U21-Nationalmannschaft aktiv an einer Manipulation beteiligt gewesen sind. Weder beim Schweizerischen Fussballverband noch bei der Bundesanwaltschaft ging bislang ein diesbezügliches Schreiben von der Bochumer Staatsanwaltschaft oder der UEFA ein.

Nach Angaben der Bochumer Staatsanwaltschaft haben die vier vor Gericht stehenden mutmasslichen Wettbetrüger im Alter zwischen 32 und 55 Jahren allein für diese beiden Spiele 370'000 Euro aufgewendet, um Schiedsrichter und Spieler zu bestechen. Insgesamt seien rund zwei Millionen Euro auf die betroffenen 32 Partien aus Deutschland, Belgien, Slowenien, Ungarn, Kroatien und der Schweiz gesetzt worden. Insgesamt ermittelt die Bochumer Justiz in mehreren Prozessen gegen mehr als 250 verdächtige Personen. Rund 270 Spiele stehen unter Manipulationsverdacht.

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