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Hitzfeld von Fans enttäuscht © getty images

Am Tag nach dem 4:1 gegen Wales stand nicht der erste Sieg in der EM-Ausscheidung im Zentrum, sondern die Pfiffe gegen den

Am Tag nach dem 4:1 gegen Wales stand nicht der erste Sieg in der EM-Ausscheidung im Zentrum, sondern die Pfiffe gegen den Schweizer Captain Alex Frei. Coach Ottmar Hitzfeld schliesst nicht mehr aus, dass der Topskorer zurücktritt.

Frei sei nach den Verunglimpfungen kaum zu beruhigen gewesen, sagte der SFV-Selektionär bei einem Termin mit den Medien in Basel. "Das hat ihn schwer getroffen. Er war schockiert." Hitzfeld hofft, "dass er bleibt". Für die negativen Reaktionen des Publikums brachte der Nationalcoach keinerlei Verständnis auf: "Ich habe das in meiner Laufbahn noch nie erlebt."

Ob das 81. Länderspiel des Topskorers (40 Tore) das letzte war, ist zumindest zu befürchten. Anders sind die Aussagen der Beteiligten nicht zu deuten. Frei zog sich nach dem Nachtessen mit dem Team zurück. Hitzfeld wird den FCB-Stürmer in den nächsten Tagen treffen und mit ihm die Lage erörtern. Man könne nicht allzu lange warten.

Eine Neubesetzung des Captain-Amts kommt für Hitzfeld nicht infrage, solange Frei zur Verfügung steht: "Das wäre nur eine Schwächung in der Aussendarstellung." Für den Deutschen spielt Frei nach wie vor eine zentrale Rolle. Und zur Spaltung der Fans meinte er: "Das ist eine gefährliche Sache. Wir benötigen Zuschauer, die vereint hinter der Mannschaft stehen."

Nur noch ein Randthema war das Spiel selber, das Hitzfeld als "Schritt in die richtige Richtung" taxierte. Das Team habe dem immensen Druck widerstanden und die Hemmungen abstreifen können. "Die letzten zehn Minuten waren sogar richtig schön anzusehen." Das 0:0 der Montenegriner in London bezeichnete Hitzfeld als "nächsten Schock". Offenbar sei nun auch England nervös.

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