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Erstes Schweizer Boot im Halbfinal © getty images

Erfolgreicher WM-Auftakt für das Schweizer

Erfolgreicher WM-Auftakt für das Schweizer Olympiaprojekt-Boot.

Der leichte Vierer ohne Steuermann mit Mario Gyr, Simon Niepmann, Lucas Tramèr und Simon Schürch ist mit einem überzeugenden Vorlaufsieg zur WM gestartet und hat sich direkt für die Halbfinals qualifiziert. Der Vierer-ohne überzeugte mit einer sehr guten Rennmentalität. Alle anderen Schweizer Boote müssen für den Kampf um eine Halbfinalqualifikation den Umweg über den Hoffnungslauf nehmen.

Nachdem am Vortag noch Wind und Wellen vorherrschten, konnten am Montag alle Rennen bei guten bis sehr guten Verhältnissen durchgeführt werden. Der Starkwind hatte sich gelegt und wandelte sich in eine Mitwind-Brise. Diese sorgte zudem für schnelle Rennen.

Von den fünf gestarteten Schweizer Booten sorgte der Vierer ohne Steuermann Leichtgewichte für den Glanzpunkt des Tages. Mario Gyr (Seeclub Luzern), Simon Niepmann (Seeclub Zürich), Lucas Tramèr (Club d'Aviron Vésenaz) und Simon Schürch (Seeclub Sursee) übernahmen im dritten Vorlauf gleich die Führung und bestimmten den Rennverlauf an der Spitze. Nur nach 1500 Metern sah die Zwischenzeitmessung den neu formierten US-Vierer in Führung. Mit einem schnellen letzten Streckenviertel setzte sich das Schweizer Boot wieder an die Spitze und holte sich so überzeugend den Vorlaufsieg vor den USA und die damit verbundene direkte Halbfinalqualifikation.

Einen weniger guten Einstand zur WM erlebten die vier anderen Schweizer Boote. Der Männer-Doppelzweier mit André Vonarburg und Florian Stofer (beide Seeclub Sempach) startete gut ins Rennen und lag zu Beginn an zweiter Stelle hinter Titelanwärter Grossbritannien. Auf der zweiten Streckenhälfte mussten die beiden Sempacher dann aber USA und Tschechien passieren lassen, womit sie auf den vierten Rang zurückfielen und über den Hoffnungslauf um eine Halbfinalqualifikation kämpfen müssen. Da im Vorlauf gleich drei Boote in die Halbfinals kamen, geht es im Hoffnungslauf um die drei letzten Halbfinalplätze.

Ähnliches gilt auch für den Frauen-Doppelvierer mit Martina Ernst (Belvoir Ruderclub Zürich), Katja Hauser (Seeclub Wädenswil), Nora Fiechter (Ruderclub Blauweiss Basel) und Regina Naunheim (Seeclub Wädenswil). Im Vorlauf ging es für den jeweiligen Vorlaufsieger direkt um die Finalqualifikation. Der neu formierte britische Vierer lieferte sich ein spannendes Duell mit den EM-Zweiten aus Deutschland, welches letztlich knapp zu Gunsten der Britinnen ausging. Die Schweizerinnen konnten um den Vorlaufsieg erwartungsgemäss nicht mitrudern, mussten sich aber auch dem neuseeländischen Boot beugen und liefen auf dem vierten Rang ins Ziel ein.

Gegen Skiff-Weltmeister Mahe Drysdale ruderte der Tessiner Fabrizio Güttinger (Club Canottieri Lugano) im Skiff. Da nur der Vorlaufsieger direkt ins Halbfinale kam, wäre eine Direktqualifikation einer Sensation gleichgekommen. Güttinger, eigentlich als schneller Starter bekannt, verlor aber bereits auf dem ersten Streckenviertel zu viel Zeit, um den Kontakt mit dem Mittelfeld zu halten. Er ruderte von Beginn weg an fünfter Stelle.

Olivia Wyss (Seeclub Sursee) ruderte im Skiff der Frauen Leichtgewicht einen Vorlauf um die direkte Finalqualifikation. Diese holten sich aber die Ruderinnen aus Neuseeland und Italien, während Wyss, die als Ersatzfrau für den Frauen-Doppelvierer nach Neuseeland selektioniert wurde, nie über den vierten und letzten Rang hinauskam.

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