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Zwei Tore und Ovationen für Alex Frei © getty images

Trotz zweimaliger Führung und den ersten Toren von Alex Frei im Nationalteam seit über 14 Monaten reichte es der Schweiz im

Trotz zweimaliger Führung und den ersten Toren von Alex Frei im Nationalteam seit über 14 Monaten reichte es der Schweiz im Test von Genf gegen die Ukraine nicht zum Sieg.

Mit der Leistung bei diesem 2:2 sendete die SFV-Auswahl trotzdem positive Signale aus.

Nach 434 Tage war der Bann endlich gebrochen. Mit einem magistralen Freistoss brachte Alex Frei die Schweiz kurz vor der Pause in Führung. Es war der 41. Treffer des FCB-Stürmers in der SFV-Auswahl und sein erstes Tor für die Schweiz seit dem 9. September 2009 in Riga gegen Lettland. Von der Strafraumgrenze zirkelte Frei den Ball über die Mauer, der ukrainische Torhüter Andrej Piatow berührte den Ball mit den Fingerspitzen, konnte aber nicht verhindern, dass dieser via Latte ins Tor flog.

Damit waren die Rückkehr von Alex Frei zum Schweizer Goal-Garanten aber noch nicht abgeschlossen. Nach 63 Minuten und eine Viertelstunde nach dem Ausgleich der Ukraine durch Andrej Jarmolenko war der Rekordtorschütze erneut erfolgreich. Diesmal wars weniger spektakulär: Frei lenkte eine Freistossflanke von Hakan Yakin aus wenigen Metern mit links ins Tor.

Frei hatte den perfekten Abschied vor heimischem Publikum. Er schoss in seinem letzten Länderspiel auf Schweizer Boden die beiden Tore, und was für ihn wohl noch fast wichtiger ist: bei seiner Auswechslung nach 77 Minuten verabschiedeten ihn die 11'100 Fans mit einer Standing Ovation.

Zwei Tore, zwei Standardsituationen. Das war kein Zufall. Die Schweizer waren dank dem Einsatz von Hakan Yakin auf stehende Bälle sehr gefährlich. Schon früh kamen sie durch Johan Djourou (2.) und Frei (20.) zu zwei guten Kopfbällen nach Freistössen. Und nur Sekunden nach Freis 1:0 schoss Yakin aus 25 Metern einen Freistoss an den Pfosten. Die Schweizer kamen derart oft zu solchen Gelegenheiten, weil die Ukrainer vor allem vor der Pause gegen die technisch überlegenen Einheimischen oft zur rustikalen Gegenmassnahme griffen.

Für einmal waren die Schweizer aber auch nach spielerischen Aktionen im gegnerischen Strafraum präsent. Die Nomination von Yakin als hängende Spitze sowie das offensiv beachtliche Rendement von Tranquillo Barnetta und Valentin Stocker in den Couloirs liessen die SFV-Auswahl quasi in einem 4-2-3-1-System agieren.

Das Team von Hitzfeld dominierte so das Geschehen weitgehend. Yakin unterstützte den Aufbau als fünfter Mittelfeldspieler wirkungsvoll und kam selbst auch zu Chancen. Einmal verzog er seinen Schuss alleine vor Piatow (54.), dann machte er nach der schönsten Kombination des Abends über Reto Ziegler und Frei im gegnerischen Strafraum ein Dribbling zu viel (70.).

Am Ende blieb die Erkenntnis, dass die Schweiz offensiv die beste Leistung in diesem Jahr zeigte, besser noch vielleicht als vor fünf Wochen beim 4:1 gegen Wales. Dass dies nicht zum Sieg reichte, war ärgerlich. Denn die Ukrainer kamen glückhaft zu ihren Toren. Beim 1:1 lenkte Jarmolenko den Ball nach einem Freistoss unhaltbar für Marco Wölfli ins Tor, das 2:2 erzielte Jewgeni Konoplianka mit einem Weitschuss aus 25 Metern (75.).

So kassierte die Schweiz zwei Gegentore, ohne gravierende defensive Fehler gemacht zu haben. Johan Djourou und François Affolter, das neunte Innenverteidiger Duo in der Ära Hitzfeld, erledigte seine Aufgabe weitgehend problemlos. Die ideenlosen Ukrainer waren aber auch nicht der Gegner, der den ultimativen Test für die beiden darstellte.

Schweiz - Ukraine 2:2 (1:0).

Stade de Genève. - 11'100 Zuschauer. - SR Gummieny (Be). - Tore: 40. Frei (Freistoss) 1:0. 47. Jarmolenko (Alijew) 1:1. 62. Frei (Freistoss Hakan Yakin) 2:1. 75. Konoplianka 2:2.

Schweiz: Wölfli; Lichtsteiner (72. Von Bergen), Djourou, Affolter, Ziegler; Barnetta (46. Shaqiri), Inler (46. Fernandes), Schwegler (66. Costanzo), Stocker (85. David Degen); Yakin; Frei (77. Ben Khalifa).

Ukraine: Piatow; Fedezki, Tschygrinski, Rakizki, Madsuk; Mychalik (65. Stepanenko), Timoschtschuk; Jarmolenko (75. Olinik), Alijew, Konoplianka (87. Morosjuk); Devic (46. Milewski).

Bemerkungen: Schweiz ohne Benaglio (geschont) sowie Behrami, Streller, Derdiyok, Bunjaku, Senderos und Margairaz (alle verletzt), Ukraine ohne Schewtschenko und Woronin (beide nicht im Aufgebot). Schweizer Ersatzspieler: Vailati, Grichting. 42. Freistoss von Yakin an den Pfosten. Verwarnungen: 2. Timoschtschuk (Foul). 13. Mychalik (Foul). 42. Alijew (Foul). 44. Barnetta (Foul).

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