Die Kadetten Schaffhausen haben in den Viertelfinals des EHF-Cup einen veritablen Coup gelandet.

Die Equipe von Petr Hrachovec gewann im Rückspiel gegen das deutsche Topteam Frisch Auf Göppingen 28:24 und erreichte nach der 29:33-Niederlage vor einer Woche dank der mehr erzielten Auswärtstore die Halbfinals. Den Kadetten gelang eine Premiere: Erstmals vermochte eine Schweizer Mannschaft im Europacup eine deutsche Equipe zu eliminieren. Die Schaffhauser qualifizierten sich zum dritten Mal in Serie auf der internationalen Bühne für die Runde der besten vier.

In der 55. Minute lagen die Gastgeber dank Iwan Ursic erstmals mit sechs Treffern (25:19) vorne. Weil Regisseur Peter Kukucka ein Minute später freistehend einen "Matchball" vergab, wurde es allerdings nochmals spannend. Die Deutschen kamen in Überzahl auf 21:25 (57.) heran. Doch Mait Patrail brachte seine Farben wieder mit sechs Toren in Führung, wobei er das 27:21 (59.) unter Zeitnot schoss. Der erst 21-jährige Este bewies eindrücklich, warum er als Supertalent eingestuft wird.

Der BSV Bern Muri war im Viertelfinal des Cupsieger-Cup nach der 28:42-Heimniederlage gegen Navarra San Antonio (Sp) bereits vor dem Rückspiel praktisch ausgeschieden gewesen. Die Berner verabschiedeten sich jedoch mit einer guten Leistung aus dem Wettbewerb, auch wenn sie am Ende mit 30:38 erneut klar verloren. Nach zehn Minuten führten sie überraschend 10:3. Erst in der 41. Minute geriet der BSV erstmals in Rückstand (25:26). Danach waren die Gäste, bei denen Sepp Schwander neun Tore erzielte, mit den Kräften am Ende. Für San Antonio schoss Carlos Ruesga nicht weniger als 18 Treffer.

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