In der 29. Runde der Axpo Super League empfängt der FCZ im Klassiker den FC Basel, die Young Boys möchten gegen Bellinzona ihre Leaderposition festigen und St. Gallen kämpft gegen Luzern um den Europacup.

4:1 setzte sich Basel vor etwas mehr als zwei Wochen gegen den FCZ durch. Nach nunmehr 16 Duellen - inklusive Cup - ohne FCZ-Sieg hat der Schweizer Klassiker etwas von seinem sportlichen Prestige, nicht aber von seiner Attraktivität eingebüsst. Nach dem Lastminute-Sieg vom Ostermontag gegen GC (3:2) will FCZ-Trainer Bernard Challandes mehr Routine ins Team bringen. Zudem zeigte er seinem Team zur Motivation gegen den "kleinen" FCB Video-Ausschnitte vom "grossen" FCB, dem FC Barcelona.

Basels Trainer Thorsten Fink, dessen Team seit fünf Spielen ungeschlagen ist, setzt auf das Selbstvertrauen seiner Mannschaft. Fink glaubt, dass ein Sieg gegen Zürich wegweisenden Charakter im Hinblick auf den Titel hätte. In den verbleibenden sieben Runden spielt Basel noch viermal zuhause und gegen Aarau und Bellinzona, die beiden schwächsten Teams der Liga. Die Young Boys haben keine "Punkte-Lieferanten" mehr auf dem Programm und treten viermal auswärts an.

Gegen Bellinzona plagen YB-Trainer Vladimir Petkovic defensive Sorgen: Mit Hassan Lingani (verletzt), Emiliano Dudar (gesperrt) und Issam Mardassi, der nach einer Hirnerschütterung fraglich ist, fehlen gleich drei gestandene Verteidiger. Petkovic wird mit Marc Schneider sowie den beiden 19-jährigen François Affolter und Adriano De Pierro auf eine junge Abwehr zurückgreifen müssen. Ebenfalls nicht dabei ist der gesperrte Topskorer Seydou Doumbia.

Im direkten Duell um den letzten Europacup-Platz darf sich St. Gallen, das vier Punkte hinter Luzern liegt, keinen Ausrutscher erlauben. Nach der 1:2-Schmach im Cup-Halbfinal gegen das unterklassige Lausanne-Sport hat St. Gallens Trainer Uli Forte für dieses wichtige Heimspiel gegen die Innerschweizer taktische und personelle Änderungen angekündigt. Er ist sich bewusst, dass mit einer Niederlage die internationalen Träume in weite Ferne rücken würden.

Obwohl der Kurs der drittplatzierten Grasshoppers Richtung Europa zeigt, misst Trainer Ciriaco Sforza der Tabelle (noch) keine grosse Relevanz bei. Sein Team soll in Neuenburg gegen Xamax nur frech aufspielen und so die ärgerliche 2:3-Niederlage im Zürcher Derby vergessen machen. Bei Xamax scheint die Luft nach drei 1:2-Niederlagen in Folge draussen zu sein. Gegen oben haben die Neuenburger keinerlei Hoffnungen mehr - mit dem Abstieg brauchen sie sich auch nicht zu beschäftigen.

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