Die Auslosung der Qualifikationsgruppen für die EM-Endrunde 2012 hat der Schweizer Nationalmannschaft in Belgrad schwere Gegner beschert. Das Team von Trainer Goran Perkovac trifft in der Gruppe 7 auf Dänemark, Russland und Weissrussland.

Gegen alle Teams tritt die SHV-Auswahl je einmal zuhause und auswärts an. Die besten zwei der Gruppe qualifizieren sich für die Endrunde in Serbien vom 17. bis 29. Januar 2012, die in Belgrad, Nis, Novi Sad und Vrsac über die Bühne gehen wird.

Topfavorit der Gruppe ist Dänemark, der entthrohnte Europameister. Für die Schweiz führt der Weg an ein grosses Turnier damit erneut über die Nordländer. Bereits im WM-Playoff im Juni treffen die Schweizer, die seit der Heim-EM 2006 nicht mehr an einer Endrunde teilgenommen haben, zweimal auf den WM-Dritten von 2007 und den EM-Dritten von 2002, 2004 und 2006. Sowohl in den Playoffs als auch in der EM-Qualifikation wird Trainer Ulrik Wilbek allerdings nicht mehr auf den Weltklasse-Torhüter Kasper Hvidt (34) zählen können, der nach der EM in Österreich seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft bekannt gegeben hatte.

Wie Dänemark sind auch Russland und Weissrussland keine unbekannten Widersacher. Gegen das russische Team, das hauptsächlich aus Spielern des Serienmeisters Medwedi Tschechow besteht, blieben die Schweizer in der letzten EM-Qualifikation nach einem 30:31 in Aarau auswärts ohne Chance. Die Blütezeit des russischen Handballs liegt aber schon einige Jahre zurück. Die letzte Medaille an einem internationalen Turnier sicherte sich der Olympiasieger von 2000 an den Spielen 2004 in Athen mit Bronze. An der diesjährigen EM in Österreich schieden die Russen in der Hauptrunde mit null Punkten sang- und klanglos aus.

Vorwiegend gute Erinnerungen hat die SHV-Auswahl an Weissrussland. Auf dem Weg zum WM-Playoff bezwangen die Schweizer zu Beginn des Jahres auf Zypern die Weissrussen 26:23. Mit sechs Siegen, einem Unentschieden und zwei Niederlagen ist die Bilanz gegen die Osteuropäer sehr positiv. Im Juni 2007 kassierten die Schweizer allerdings eine empfindliche Niederlage. Nach einem 24:33 im Hinspiel der EM-Barrage verpasste die Schweiz die Endrunde in Norwegen.

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