Die Swiss Football League (SFL) hat der AC Berllinzona in erster Instanz die Spielberechtigung für die nächste Saison verweigert.

Die Tessiner erfüllten wie auch Le Mont, Stade Nyonnais und der FC Wil (alle Challenge League) nicht alle SFL-Auflagen in den Bereichen Infrastruktur und Finanzen und haben nun Zeit, ihre Dossiers aufzubessern oder in den nächsten fünf Tagen Rekurs einzulegen. Den ASL-Neunten plagt neben der nicht erhaltenen Lizenz ein zweites Problem. Weil er 250 000 Franken Schulden für die Renovation des Stadio Comunale hat, droht die Stadt Bellinzona, das Stadion zu schliessen, wenn der Geldbetrag nicht in nützlicher Frist überwiesen wird.

Für den FC Zürich und die Grasshoppers ist die Zulassung am kommenden Meisterschaftsbetrieb an eine Bedingung geknüpft. Die Zürcher Vereine müssen bis zum 30. Juni eine schriftliche Bestätigung der Stadionvermieterin (Stadt Zürich) vorweisen, dass die Probleme mit dem Stadiondach bis zum Start der neuen Saison am 17. Juli behoben sein werden. Andernfalls müssten der FCZ und GC ein Ausweichstadion der so genannten Kategorie "A-plus" bestimmen.

Für Cupfinalist Lausanne, der mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit für die Europa League qualifiziert ist (Gegner Basel in der Champions-League-Qualifikation), hat die SFL bei der UEFA ein Ausnahmeverfahren beantragt. Die Waadtländer müssten für die Teilnahme an internationalen Wettbewerben im Besitz der Lizenz I sein, verfügen aber nur über die für die Challenge League übliche Lizenz III.

SFL-Lizenzverfahren 2010/11. Lizenz I (ASL-Teilnahme/UEFA-Wettbewerbe) oder II (ASL-Teilnahme). Super League: Aarau, Basel, Grasshoppers, Luzern, Neuchâtel Xamax, Sion, St. Gallen, Young Boys, Zürich. - Challenge League: Lugano, Thun, Vaduz. - Lizenz III (ChL-Teilnahme): Biel, Kriens, Lausanne-Sport, Locarno, Schaffhausen, Servette FC, Winterthur, Wohlen, Yverdon-Sport.

Lizenz erstinstanzlich verweigert: Bellinzona (ASL), Le Mont, Stade Nyonnais, Wil (alle ChL). - Keine Lizenz beantragt: Gossau (Absteiger in 1. Liga).

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel