Das Eishockey-Nationalteam hat in Arosa den ersten Test gegen Schweden knapp verloren.

Die Schweizer unterlagen trotz einer ab der 21. Minute starken Leistung mit 4:5 nach Penaltyschiessen.

Im Penaltyschiessen bedurfte es nur je zwei Schützen bis zur Entscheidung. Magnus Pääjärvi und Linus Omark trafen für die Schweden; Dario Bürgler und Paolo Duca vergaben ihre Versuche. Vor einem Jahr hatte Linus Omark mit einem Trick-Penalty gegen Marco Bührer (Lob) auf sich aufmerksam gemacht; diesmal entschied er das Penaltyschiessen mit einem wuchtigen Slapshot. Unglücklich kämpfte im Finish der Schweizer Goalie Daniel Manzato: Er liess inklusive Penaltyschiessen vier der letzten sechs Schüsse passieren; die schwedischen Ausgleichsgoals zum 3:3 und 4:4 schienen nicht unhaltbar.

Die Schweizer leisteten sich einen 20-minütigen Fehlstart, holten dann aber einen Zwei-Tore-Rückstand auf, führten 3:2 und bis in die 57. Minute 4:3, kassierten aber 226 Sekunden vor Schluss noch den 4:4-Ausgleich.

Das Highlight aus Schweizer Optik bildete der zweite Abschnitt. In diesen 20 Minuten gelang den Schweizern fast alles. Sie trafen in Überzahl (3:2) und sogar in Unterzahl (2:2). Die Schweizer glichen innerhalb von 145 Sekunden einen Zwei-Tore-Rückstand aus und machten innerhalb von weniger als acht Minuten aus dem 0:2 ein 3:2. Regie führte dabei Roman Wick, der mit dem brillanten Hocheckschuss zum 1:2 die Wende einleitete. Den 2:2-Ausgleich von Thibaut Monnet in Unterzahl bereitete Wick vor. Das dritte Goal erzielte Benny Plüss -- der jüngere Bruder von Martin Plüss traf erstmals für die Nationalmannschaft.

Mit der Leistung von Arosa setzte die wenig erfahrene Schweizer Equipe ein klares Zeichen: sie lässt sich von den zahlreichen Absenzen und Absagen nicht ins Bockshorn jagen. Dennoch bleibt die personelle Situation ein Thema. Nach den neusten Absagen von Blindenbacher, von Gunten (beide Sonntag), Streit, Hiller (beide Dienstag) und Diaz (Mittwoch) fehlte am Mittwoch auch Romano Lemm. Lemm leidet an einer Bauchmuskelzerrung; er unterzieht sich am Donnerstag einer Ultraschall-Behandlung.

Am Freitagabend stehen sich die Schweiz und Schweden in Winterthur nochmals gegenüber (19.45 Uhr).

Schweiz - Schweden 4:5 (0:2, 3:0, 1:2, 0:0) n.P.

Eishalle Obersee, Arosa. -- 3000 Zuschauer (ausverkauft). - SR Peer/Prugger, Kohler/Zosso. - Tore: 11. Granström (Mattias Karlsson/Ausschluss Jenni) 0:1. 20. (19:57) Persson (Sanny Lindström, Widing) 0:2. 23. Wick (Julien Vauclair, Monnet) 1:2. 25. Monnet (Wick/Ausschluss Helbling!) 2:2. 30. Benjamin Plüss (Björn Christen, Jenni/Ausschluss Lander) 3:2. 50. Weinhandl (Omark, Sanny Lindström/Ausschluss Damien Brunner) 3:3. 53. Duca (Back, Helbling/Ausschlüsse Lander; Joggi) 4:3. 57. Nylander (Rundblad) 4:4. - Penaltys: Dario Bürgler - (daneben), Pääjärvi 0:1; Duca - (scheitert), Omark 0:2. - Strafen: 5mal 2 Minuten gegen die Schweiz, 6mal 2 Minuten gegen Schweden.

Schweiz: Manzato; Seger, Julien Vauclair; Helbling, Back; Du Bois, Hirschi; Blum, Grossmann; Geering; Stancescu, Monnet, Wick; Duca, Romy, Bürgler; Damien Brunner, Jenni, Benjamin Plüss; Björn Christen, Joggi, Sciaroni.

Schweden: Lindbäck; Bäckmann, Viklund; Lindgren, Sanny Lindström; Johan Fransson, Tömmerens; Rundblad, Mattias Karlsson; Weinhandl, Nylander, Jonas Andersson; Persson, Harju, Omark; Joakim Lindström, Lander, Päärjärvi; Hynning, Granström, Widing; Pettersson.

Bemerkungen: Schweiz ohne Romano Lemm (Bauchmuskelzerrung), Genoni (Ersatztorhüter) und Martin Gerber (überzählig). - Schüsse: Schweiz 24 (3-11-8-2); Schweden 27 (16-3-7-1). - Powerplay: Schweiz 1/5; Schweden 2/4 (ein Shorthander kassiert). -- Pfotenschüsse: Damien Brunner (42.); Bäckmann (32.).

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