Nach dem fünften Spiel des Playoff-Finals zwischen Bern und Genève-Servette (2:3 n.V.) scheint der Kampf um den Meistertitel wieder offen.

Beide Teams können mit einem Blick in die Vergangenheit optimistisch auf das sechste Spiel von heute (20.15 Uhr) blicken.

Der psychlogische Vorteil ist nun wieder auf der Seite der Genfer, welche die beiden Verlängerungen in den Finalspielen davor jeweils nach schnellen Treffern von Ivo Rüthemann verloren hatten. In den Viertelfinals gegen Fribourg war Servette ebenfalls 1:3 in Rückstand geraten und drehte danach noch mit einem Effort die Serie. Nun gelang dem Team von Trainer Chris McSorley aus der selben Situation erneut der Anschluss.

Aber nicht nur bei Servette, sondern auch bei den am Dienstag nach der ersten Playoff-Heimniederlage niedergeschlagenen Bernern lohnt sich ein Blick in die Vergangenheit. Seit Einführung der Playoffs gewann der SCB fünfmal den Meistertitel, und jedes Mal in der Halle des Gegners. Und nur einmal, 1997 gegen Zug, besassen die Berner davor nicht einen Matchpuck vor eigenem Publikum. Die Wahrscheinlichkeit eines Berner Titelgewinns ist zumindest nach dieser Statistik hoch.

Damit der SCB den 12. Meistertitel feiern kann, muss das Team von Trainer Larry Huras aber zwingend die Nervosität in den Griff bekommen. Am deutlichsten zeigte sich das Nervenflattern während der Strafe gegen Salmelainen, als die Berner mit dem Meisterpokal vor Augen nichts zustande brachten. "Wir haben in dieser Phase nicht clever gespielt", gestand auch Huras ein. "Wir wirkten gestresst in einzelnen Situationen und haben nicht genug für den Sieg gemacht. Wir erwarten mehr von uns selbst."

Genf wird heute wohl nur mit zwei Ausländern antreten. Denn nebst dem gesperrten Salmelainen dürfte auch Jeff Toms weiterhin verletzt ausfallen. Der zum (auffällig agierenden) Stürmer umfunktionierte Martin Höhener wollte aber nichts davon wissen, dass die Abwesenden einen grossen Einfluss haben werden: "In einem Playoff-Final kannst du jeden Spieler ersetzen. Das spielt ebenso keine Rolle wie die Müdigkeit."

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