Die Westschweiz darf erstmals seit 1973 und dem Titelgewinn von La Chaux-de-Fonds wieder vom ganz grossen Eishockey-Coup träumen.

Genf-Servette bezwang Bern 2:1 und glich damit in der Best-of-7-Serie auf 3:3 aus.

Damit kommt es am Samstag in der PostFinance-Arena zum Showdown um den Titel. Die Berner spielen dabei ihren dritten Matchpuck aus, um den 12. Titel der Klubgeschichte doch noch zu erringen, die Genfer könnten bei einem Erfolg zum zweiten Mal in diesen Playoffs einen 1:3-Rückstand (nach dem Viertelfinal gegen Fribourg) erfolgreich umbiegen.

Das goldene Tor in der ausverkauften Les-Vernets-Halle fiel 326 Sekunden vor Schluss. Goran Bezina drückte von der blauen Linie ab, Marco Bührer konnte die Scheibe auch wegen der Störarbeit von Daniel Rubin nicht behändigen und die Scheibe kullerte über die Linie. Headschiedsrichter Danny Kurmann anerkannte den Treffer nach mehrminütiger Videokonsultation.

Die Genfer, bei denen Jeff Toms und Paul Savary ins Team zurückkehrten und Lausannes Ersatzausländer Frank Banham den gesperrten Tony Salmelainen vertrat, erwischten den besseren Start. Sie konnten aber in der aufgeheizten Atmosphäre vor mehr als 7000 heissblütigen Fans aus dem optischen Plus der ersten zehn Minuten kein Kapital schlagen.

Anschliessend fanden die Gäste besser ins Spiel und kamen zu mehr guten Torchancen, Tobias Stephan legte aber gegen alle Abschlussversuche sein Veto ein. In der abwechslungsreichen und intensiv geführten Partie erzielte dann Berns Topskorer den Führungstreffer. Ivo Rüthemann spielte wie oft im Powerplay an der blauen Linie und liess Stephan mit einem platzierten und scharfen Hocheckschuss keine Chance (25.). Für den Ostschweizer in SCB-Diensten war es bereits der achte Playoff-Treffer. Drei Minuten später gelang dann Goran Bezina bei doppelter nummerischer Überzahl der Ausgleich, die Strafen gegen Roman Josi und Travis Roche waren indes zumindest fragwürdig.

Les Vernets. -- 7202 Zuschauer (ausverkauft). -- SR Kurmann/Reiber, Wehrli/Wirth. -- Tore: 25. Rüthemann (Jobin, Martin Plüss/Ausschluss Gobbi) 0:1. 28. Bezina (Toms, Rubin/Ausschlüsse Josi, Roche) 1:1. 55. Bezina 2:1. -- Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Genf-Servette, 7mal 2 Minuten gegen Bern. -- PostFinance-Topskorer: Déruns; Rüthemann.

Genf-Servette: Tobias Stephan; Mercier, Bezina; Vukovic, Malik; Gobbi, Breitbach; Höhener; Déruns, Savary, Suri; Toms, Rubin, Kolnik; Banham, Hürlimann, Pivron; Rivera, Trachsler, Florian Conz.

Bern: Bührer; Roche, Philippe Furrer; Jobin, Hänni; Beat Gerber, Josi; Dominic Meier, Stettler; Vigier, McLean, Reichert; Neuenschwander, Martin Plüss, Rüthemann; Berger, Froidevaux, Trevor Meier; Scherwey, Dubé, Gamache.

Bemerkungen: Genf-Servette ohne Cadieux (verletzt) und Salmelainen (gesperrt), Bern ohne Goren (verletzt), Rytz, Thomas Ziegler, Forget, Chatelain, Daniel Meier, Thomas Ziegler, Roland Gerber, Fey (alle überzählig). 9. Pfostenschuss Martin Plüss. Bern ab 59:00 ohne Goalie.

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