Neun Tage vor dem WM-Startspiel gegen Lettland musste der neue Nationaltrainer Sean Simpson erneut eine schlechte Nachricht verdauen: SCB-Verteidiger Beat Gerber erklärte verletzungsbedingt forfait für den Titelkampf in Deutschland.

Und Roman Wick, der auffälligste Schweizer Akteur an den Olympischen Spielen in Vancouver, droht ebenfalls auszufallen. Wick, der letzte Woche pausiert hatte (Rippenprellung), erlitt nach dem Eistraining vom Mittwoch einen Rückfall und fuhr am Donnerstag für eine weitere MRI-Untersuchung ins Unterland. "Seine WM-Teilnahme steht auf jeden Fall auf der Kippe", bestätigte Nationalmannschafts-Arzt Dr. Anton Sebesta.

Coach Sean Simpson lassen derartige Hiobsbotschaften mittlerweile kalt: "Alle reden von Absagewelle. In Tat und Wahrheit haben wir aber ausserordentlich grosses Verletzungspech." Prekär ist die Situation mittlerweile bei den Verteidigern. Nach dem Ausfall von Gerber figurieren bloss noch zehn im erweiterten WM-Kader. Mindestens acht, eher aber neun will Simpson mit an die WM nehmen. In den abschliessenden Test-Länderspielen gegen Norwegen dürfen sich keine Backs mehr verletzen.

Acht Spieler der beiden Finalisten Bern und Genève-Servette rückten am Donnerstag ins Trainingscamp in La Chaux-de-Fonds ein. Rüthemann, Plüss, Josi, Bezina, Déruns, Savary, Trachsler und Stephan erhielten eine Schnellbleiche von Sean Simpsons Spielsystem und Ideen. Insgesamt trainierten 33 Spieler - ein Rekord. Vor der WM muss Simpson noch fast zehn Leute aus dem Kader kippen.

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