Stanislas Wawrinka (ATP 26) steht am Masters-1000-Turnier in Rom überraschend in den Viertelfinals.

Der 25-jährige Waadtländer deklassierte in einem einseitigen Achtelfinal den Schweden Robin Söderling in 77 Minuten 6:3, 6:2 und schlug erstmals seit mehr als einem halben Jahr und der Aufgabe von Andy Roddick in Schanghai wieder einen Top-Ten-Spieler.

Gegen Söderling, den French-Open-Finalisten von 2009, bot Wawrinka die wohl beste Leistung in diesem Jahr. Von Beginn an servierte der Schweizer exzellent (insgesamt 8 Asse), beging kaum Fehler und schlug vor allem mit der Rückhand immer wieder herrliche Winner. Einen einzigen heiklen Moment hatte er zu überstehen, als Söderling beim Stand von 2:2 im ersten Satz zu seinen einzigen Breakchancen im ganzen Match kam, diese jedoch mit zwei Fehlern leichtfertig vergab.

Gleich im Gegenzug gelang dem Schweizer der Servicedurchbruch, mit dem dritten Satzball entschied er nach 43 Minuten den ersten Durchgang für sich. Der zweite Satz wurde in der Folge zu einer Demonstration des Schweizers. Schnell führte er 4:0 und gab sich in der Folge bei eigenem Aufschlag keine Blösse mehr. Am Ende standen für den Schweizer 21 Winner und nur 12 unerzwungene Fehler zu Buche.

Mit dem Sieg qualifizierte sich Wawrinka bei seiner sechsten Teilnahme im Foro Italico zum zweiten Mal für die Runde der letzten acht. 2008 hatte er überraschend den Final gegen Novak Djokovic erreicht und war als Folge davon erstmals in die Top Ten vorgestossen. Am Freitag trifft der Lausanner in den Viertelfinals auf Rafael Nadal, den vierfachen Sieger von Rom. Der Spanier präsentierte sich gegen Victor Hanescu (Rum) einmal mehr in bestechender Form. In der Night-Session setzte er sich in 82 Minuten gegen den Gstaad-Sieger von 2008 6:3, 6:2 durch.

Mit Andy Murray (ATP 4) musste nach Roger Federer, der am Dienstag an Ernests Gulbis gescheitert war, ein zweiter Spieler der Top 4 des Rankings die Segel streichen. Der Schotte blieb beim 3:6, 4:6 gegen David Ferrer (Sp) ohne Chance und verabschiedete sich wie in den vergangenen Jahren frühzeitig aus dem Foro Italico.

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