Rafael Nadal hat seinen Titel am Masters-1000-Turnier in Rom erfolgreich verteidigt.

Im rein spanischen Final setzte sich die Weltnummer 3 gegen David Ferrer (ATP 17), der erstmals in einem Endspiel eines Turniers der zweithöchsten Stufe stand, 7:5, 6:2 durch.

Für Nadal war es der 17. Erfolg an einem Masters-1000-Turnier (früher Masters-Series). Damit zog er mit dem zuvor alleinigen Rekordhalter Andre Agassi aus den USA gleich, der seinen letzten Masters-1000-Titel 2004 im Alter von 34 Jahren gewonnen hatte. Auf Rang 3 dieser Rangliste folgt Roger Federer mit 16 Erfolgen.

Weder David Ferrer noch der Regen konnten im Final Nadal auf dem Weg zu seinem fünften Triumph im Foro Italico stoppen. Zwar hielt der 28-jährige Aussenseiter aus Valencia mit seinem Landsmann lange Zeit gut mit, die entscheidenden Punkte verbuchte aber die Weltnummer 3. Nach der ersten von zwei Unterbrechungen wegen Regens nutzte Nadal seine insgesamt sechste Breakchance zum 6:5, nachdem Ferrer bei 5:4, 30:0 und Aufschlag Nadal nur zwei Punkte von der Satzführung entfernt gewesen war.

Im zweiten Durchgang gelang dem besten Sandplatzspieler der Gegenwart gleich zu Beginn das vorentscheidende Break. Und nach der zweiten längeren Pause wegen Regens war es um Ferrer endgültig geschehen. Nadal machte vier der letzten fünf Games und beendete nach 104 Minuten die Partie, die sich über mehr als vier Stunden hingezogen hatte, mit einem Servicewinner. Insgesamt gelangen Nadal 24 Winner, die meisten davon mit der Vorhand.

Nach 2005, 2006 (im Final gegen Federer), 2007 und 2009 war es der fünfte Triumph von Nadal in der Ewigen Stadt. Nur 2008 war Novak Djokovic in die Phalanx des Spaniers eingedrungen, als dieser in der 2. Runde gegen Juan Carlos Ferrero seine bislang einzige Niederlage im Foro Italico kassiert hatte. Wie bei seiner Premiere musste Nadal auch in diesem Jahr auf dem Weg zum Titel keinen Top-Ten-Spieler aus dem Weg räumen. Seine Bilanz auf Sand in dieser Saison bleibt weiterhin makellos (10:0); er hatte bereits das Masters-1000-Turnier in Monte Carlo für sich entschieden.

Trotz des Erfolgs in Rom bleibt Nadal in der Weltrangliste bei 6480 Punkten stehen. Erst in Madrid (Finalniederlage 2009 gegen Federer), Paris (Achtelfinal-Out) und Wimbledon (Forfait) hat der Spanier die Chance, die vor ihm klassierten Djokovic und Federer in Bedrängnis zu bringen. David Ferrer wird heute Montag im Ranking dank der erfolgreichsten Woche seiner Karriere einen Sprung auf Platz 12 machen.

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