Nach der Tour Down Under vor drei Jahren hat Martin Elmiger (31) die zweite Rundfahrt in seiner Karriere für sich entschieden.

Der Zuger sicherte sich das Gesamtklassement der 4 Tage von Dünkirchen und zeigte damit, dass der Profiradsport in unserem Land nicht nur vom Namen Fabian Cancellaras zehrt.

Die Basis zu seinem ersten Sieg in zwei Jahren hatte Elmiger am Samstag gelegt, als er die "Königsetappe" gewann. Der Zuger reüssierte im Norden Frankreichs bei misslichsten Wetterbedingungen. Im strömenden Regen lancierte der Zuger zwei Kilometer vor dem Ziel in Cassel aus einer Spitzengruppe heraus, die das Tagesgeschehen über weite Strecken geprägt hatte, den entscheidenden Vorstoss zum Etappensieg. "Ich habe immer noch Probleme mit einem Rücken und leide an Schmerzen. Umso schöner ist dieser Triumph für mich", sagte Elmiger, der ursprünglich gar nicht in den 4 Tagen von Dünkirchen hätte eingesetzt werden sollen. Der frühere zweifache Schweizer Strassenmeister wurde von den Teamverantwortlichen von AG2R als Ersatz für den erkrankten Wladimir Jefimkin (Russ) aufgeboten.

Elmigers Sieg ist der französischen Sportgruppe um so willkommener, als sie in den vergangenen Tagen durch Tadej Valjavec in die Schlagzeilen geraten war. Aufgrund der Werte in seinem biologischen Pass wird der Slowene des Dopings verdächtigt. Valjavec ist deshalb vorderhand suspendiert.

In der Schlussetappe musste sich Elmiger der Angriffe des Gesamtdritten José Joaquin Rojas erwehren. Der Spanier wagte sich mit 13 Mitstreitern in einen grösseren Vorstoss. Dank der Unterstützung durch seine Teamkollegen konnte Elmiger aber die Gefahr abwehren. In der Geschichte der 1955 erstmals durchgeführten 4 Tage von Dünkirchen ist Elmiger der erste Schweizer Gesamtsieger.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel