Gegen Kanada spielt die Schweiz an der WM in Deutschland im dritten Spiel heute ab 20.15 Uhr um den Gruppensieg.

Gegen Lettland und Italien traten die Schweizer zweimal als Favorit an, nun sind sie erstmals der Aussenseiter.

Am Tag vor dem bisherigen Highlight des Turniers nahm es das Team von Trainer Sean Simpson gelassen. Auf dem Eis absolvierte die Mannschaft eine lockere Trainingseinheit. Die sechs Playoff-Finalisten, die bisher an der WM zum Einsatz kamen, erhielten einen freien Tag. Einzig der bislang überzählige Morris Trachsler (Genève-Servette) trainierte mit. "Diese Spieler haben viel Eishockey gespielt in der letzten Zeit", so Simpson. "Es war bereits vor dem Turnier abgemacht, dass sie nach zwei Spielen einen freien Tag erhalten werden."

Freie Tage -- allerdings unfreiwillige -- hatten bisher auch die noch nicht gemeldeten Spieler René Back, Patrick Geering, Björn Christen und Morris Trachsler erhalten. Einen dieses Quartetts meldet Simpson für das Spiel gegen Kanada, das nach dem Ausfall von Captain Ryan Smyth nur noch elf Stürmer zur Verfügung hat. Ebenfalls noch offen liess Simpson die Torhüterfrage: Es zeichnet sich jedoch ab, dass Martin Gerber nach zwei Partien eine Pause erhält und Genfs Keeper Tobias Stephan sein WM-Debüt feiert.

Siege gegen die "Grossen Sieben" des Eishockeys feierte die Schweiz unter Ralph Krueger in den letzten Jahren immer wieder. Was mit dem 2:0 vor vier Jahren in Turin an den Olympischen Spielen gelang, schaffte die Schweiz an einer WM in 24 Anläufen aber noch nie: ein Sieg gegen Kanada. Wie will Simpson etwas schaffen, was all seine Vorgänger verpassten? "Wir sind mit unserem Spiel noch nicht so weit, wir wir sein wollen. Aber wir haben gegen Lettland und Italien viel Selbstvertrauen geholt. Und sonst wollen wir mit demselben Rezept spielen wie bisher."

Mit drei Punkten ziehen die Schweizer ohnehin in die Zwischenrunde ein, bei einem Sieg gegen die Kanadier wären es gar sechs -- eine ausgezeichnete Ausgangslage, um die Viertelfinals zu erreichen. Sie hätten als Sieger der Gruppe B vor dem ersten Zwischenrunden-Spiel auch einen zusätzlichen Ruhetag und stünden erst am Samstag Abend und nicht am Freitag Nachmittag im Einsatz.

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