Der mögliche Skandal im Eidgenössischen Schwingerverband zwei Monate vor dem eidgenössischen Fest in Frauenfeld scheint vorerst abgewendet zu sein.

Alle vier angeblich das neue Werbereglement des Verbandes missachtenden Spitzenschwinger Jörg Abderhalden, Arnold Forrer, Stefan Burkhalter und Christian Stucki haben ihr Bussgeld von bis zu 5000 Franken eingezahlt. Der Verband hatte mit einmonatigen Sperren (19. Juni - 18. Juli) gedroht; die Massnahmen werden nun hinfällig.

Zugleich aber haben die Schwinger beim Zentralvorstand rekurriert. Die Rekurse sollen an der Vorstandssitzung vom 30. Juni behandelt und die Schwinger angehört werden. Abderhalden, Forrer und Burkhalter wissen ihren Teilverband, den Nordostschweizer Schwingerverband (NOSV), im Rücken. Wie dessen Präsident Mario John der Fachzeitung "Schlussgang" sagte, hat der NOSV selber die Bussgelder für seine Schwinger hinterlegt. Der Berner Christian Stucki hat den Betrag selber gezahlt, er erhält aber seinerseits von der Marketingagentur IMG Support.

Wird der Konflikt am 30. Juni nicht beigelegt, könnte daraus ein Gerichtsfall entstehen. Dabei würde die grundsätzliche Frage zur Debatte stehen, wo die Kontrollmöglichkeiten des Verbandes aufhören und wo die privaten Rechte der Schwinger beginnen.

Die vier Schwinger hatten sich für (zum Teil kleinere) Medienauftritte und Werbekampagnen zur Verfügung gestellt, die sie gemäss dem Reglement bei der zuständigen Werbekommission hätten offenlegen und bewilligen lassen sollen. Hierauf sprach die Kommission am 27. Mai die Sanktionen aus.

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