Im Soccer-City-Stadion in Johannesburg treffen ab 13.30 Uhr in der Partie Argentien - Südkorea die beiden Startsieger der Gruppe B aufeinander.

Von Argentinien, das Nigeria 1:0 schlug, war der Erfolg erwartet worden, Südkorea dagegen war beim 2:0 gegen Griechenland erst zu seinem zweiten Endrunden-Sieg auf fremdem Boden gekommen. Die Asiaten, die 1966 bei ihrem WM-Debüt gegen Ungarn 0:9 verloren hatten, sind aber längst nicht mehr die Punktelieferanten von einst.

1986 bestritt Südkorea das bisher einzige WM-Duell gegen Argentinien. Der Aussenseiter verlor gegen den nachmaligen Weltmeister 1:3, blieb aber dem damals überragenden Diego Maradona trotzdem im Gedächtnis haften. Vor allem Südkoreas heutiger Trainer Huh Jong-Moo war ihm aufgefallen. "An Huh erinnere ich mich noch gut", sagt Argentiniens lebende Legende. "Die Südkoreaner haben damals gegen uns Taekwondo gespielt, nicht Fussball."

Bei Argentinien wird es gegenüber dem Startspiel einen Wechsel geben. Der bereits 35-jährige Juan Veron leidet an Beschwerden in der rechten Wade. Er wird im Mittelfeld von Maxi Rodriguez vom FC Liverpool ersetzt. Gegner Südkorea hat keine Verletzungssorgen. Stürmer Lee Dong-Guk hat sich von seiner Oberschenkelverletzung erholt.

Die Asiaten werden sich gegen Messi und Co. aber mutmasslich in einer defensiveren Aufstellungs-Variante präsentieren als noch gegen Grichenland. Über Selbstvertrauen verfügen sie inzwischen aber genug. "Das Unerwartete kann immer passieren", weiss Führungsspieler Park Ji-Sung von Manchester United.

In Argentinien erwartet man selbstredend Sieg Nummer 2. Das WM-Fieber im Land der Gauchos steigt. Wegen der Zeitverschiebung beginnt die Partie gegen Südkorea bereits um 08.30 Uhr Ortszeit. Das zuständige Ministerium hat darauf aber umgehend reagiert: Die Schulen in Argentinien beginnen erst nach Match-Ende mit dem Unterricht. Vorher heisst es: Messi statt Mathe.

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