Robert Gesink hat die Königsetappe der Tour de Suisse über 213 km von Meiringen nach La Punt gewonnen.

Der 24-jährige Holländer vom Team Rabobank präsentierte sich am Aufstieg zum Albulapass in hervorragender Verfassung und übernahm mit dem Sieg die Führung im Gesamtklassement, das nicht ganz unerwartet völlig auf den Kopf gestellt wurde. Der bisherige Leader Tony Martin (De) verlor über zweieinhalb Minuten auf Gesink, der im Gesamtklassement nun 29 Sekunden vor Rigoberto Uran (Kol) liegt. Dritter mit 36 Sekunden Rückstand ist neu der Walliser Steve Morabito.

In der anspruchvollsten Etappe der diesjährigen Schweizer Rundfahrt hatten die Fahrer mit den Pässen Susten, Oberalp und Albula sowie dem nicht klassifizierten Anstieg nach Flims rund 4800 Höhenmeter zu überwinden.

Bereits kurz nach dem Start riss eine Gruppe von 13 Fahrern, unter ihnen auch der Luzerner Mathias Frank vom BMC Racing Team, vom Feld aus. Bis Andermatt wuchs der Vorsprung der Spitzengruppe auf das Peloton auf beinahe sechseinhalb Minuten an. Auf dem Weg hinauf zur Albula-Passhöhe wurde die Fluchtgruppe jedoch immer mehr gesprengt, und der Vorsprung gegenüber dem Verfolgerfeld schmolz zusehends.

20 km vor dem Ziel setzte sich Brice Feillu, der schon in der vierten Etappe mit einer Solofahrt über 155 km auf sich aufmerksam gemacht hatte, von den in der Spitzengruppe verbliebenen Fahrern ab, konnte das Tempo jedoch nicht durchhalten.

Was Feillu nicht gelang, schaffte wenig später Robert Gesink: Die Albula-Passhöhe auf 2315 Metern, das Dach der diesjährigen Tour de Suisse, erreichte der Holländer als Erster - 1:05 Minuten vor den ersten Verfolgern. Ein Vorsprung, den Gesink in der 10 km langen Abfahrt hinunter nach La Punt nicht mehr preisgab.

Die drittletzte Etappe am Freitag führt über 204 km von Savognin nach Wetzikon ins Zürcher Oberland und könnte sich einmal mehr als Angelegenheit für die Sprint-Spezialisten im Feld erweisen.

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