Der CEO von Swiss Olympic tritt zurück. Marc-André Giger wird die Dachorganisation Anfang September nach knapp vier Jahren verlassen.

Gigers Nachfolger soll seine Tätigkeit im Januar 2011 aufnehmen. Während des vier Monate dauernden Vakuums nach Gigers Abgang wird der stellvertretende Direktor Hans Babst interimsmässig die Verantwortung übernehmen.

Auf interner Ebene war Gigers Abgang längerfristig aufgegleist. Schon unmittelbar nach den Olympischen Winterspielen in Vancouver war er zum Thema geworden. Im Zuge mehrerer Gespräche mit Jörg Schild, dem Präsidenten von Swiss Olympic, reifte beidseits der Entscheid, die Zusammenarbeit zu beenden. "Der Zeitpunkt für einen Wechsel ist ideal, zumal ein neuer olympischer Zyklus begonnen hat. Die Spiele 2012 in London stehen vor der Tür, zwei Jahre später folgen jene in Sotschi. Zudem stehen Strukturanpassungen im Raum", sagt Schild.

Abgesehen von der von Nebengeräuschen begleiteten Absetzung von Werner Augsburger im April 2009 als Olympia-Missionschef kann Giger auf eine erfolgreiche Zeit bei Swiss Olympic zurückblicken. Unter seiner Ägide wurden die Finanzen wieder ins Lot gebracht.Entscheidend mitgewirkt hat er auch bei der von National- und Ständerat gesprochenen zusätzlichen Million für den Kampf gegen das Doping im Schweizer Sport.

Als Erfolg wertete Giger auch den gewonnenen Kampf gegen das neue Mehrwertsteuer-Gesetz, das dem Schweizer Sport eine Mehrbelastung von rund 50 Millionen Franken gebracht und die Ehrenamtlichkeit im Sport im höchsten Masse gefährdet hätte.Wohin Gigers beruflicher Weg führen wird, steht noch nicht fest.

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