24 Tage hat der Schweizer Captain Alex Frei nicht mit den Medien gesprochen. Am Tag vor seinem 77. und wohl wichtigsten Länderspiel meldete er sich zu Wort.

Seine Begründung für den temporären Rückzug klang zumindest für die Zeit vor und nach dem Spanien-Spiel durchaus nachvollziehbar. "Ich wollte denen die Plattform überlassen, die gespielt haben." Für seinen wortlosen Abschied nach der frühen Auswechslung im Spiel gegen Chile (0:1) bat Frei um Nachsicht: "Die Enttäuschung war im Moment gross."

In den letzten Tagen geriet der gegen aussen hin "unsichtbare" Captain indes massiv unter medialen Beschuss. Er selber oder der Stab dürfte registriert haben, dass eine weitere Verweigerung zumindest nicht sehr sinnvoll wäre. So eloquent und klug abwägend der Rhetoriker auftrat, so sehr war zu spüren, dass ihn die Kommentare der letzten Woche getroffen haben.

Zur möglichen Aufstellung gegen Honduras mochte er sich nicht gross äussern. Jene, die glauben würden, er beanspruche beim Coach einen Sonderstatus, lägen allerdings falsch. Er fordere vom Trainer keinen Startplatz ein.

Von einem angeblich angedachten Rücktritt wollte Frei überhaupt nichts wissen. Seine internationale Karriere will der Rekordtorschütze der Nationalmannschaft auch nach der WM fortsetzen.

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