In den USA wächst die Begeisterung für Soccer, Landon Donovan sei Dank.

Mit seinem Last-Minute-Tor im letzten Vorrundenspiel schoss Donovan die Amerikaner in Hollywood-Manier zum Gruppensieg. Nun wartet heute Samstag ab 20.30 Uhr im zweiten WM-Achtelfinal Ghana, der letzte Vertreter Afrikas.

Der Schauplatz mag ein gutes Omen sein. In Rustenburg hatten die Amerikaner zu WM-Beginn England ein 1:1 abgetrotzt und damit den Grundstein zur bis anhin erfolgreichen Kampagne gelegt. Heute Abend, wieder im Royal-Bakofeng-Stadion, soll nun die Qualifikation für die Viertelfinals Tatsache werden.

So weit waren die US-Boys bisher erst zweimal gekommen: 1930 an der allerersten WM (Vierter) und vor acht Jahren, als sie in den Viertelfinals an Deutschland hängen blieben. An der letzten WM 2006 schieden die Amerikaner bereits in der Vorrunde aus, weil sie ihr drittes Spiel mit 1:2 verloren. Der Gegner damals in Nürnberg hiess... Ghana.

"Jetzt erhalten einige meiner Spieler Gelegenheit zur Revanche", sagt US-Trainer Bob Bradley. Steve Cherundolo, Clint Dempsey, Oguchi Onyewu oder Donovan - sie alle waren damals schon gegen Ghana dabei.

Eines aber ist gewiss: Die USA stehen vor einem Auswärtsspiel. Denn nachdem die fünf anderen Mannschaften des Kontinents ausgeschieden sind, drückt ganz Afrika den "Black Stars" die Daumen. "Ich bin mir sicher, dass die Südafrikaner meine Mannschaft unterstützen werden", meint Ghanas serbischer Trainer Milovan Rajevac.

Ghana besitzt die Möglichkeit, als erst drittes Team nach Kamerun 1990 und dem Senegal 2002 in die Viertelfinals einer WM einzuziehen. Dazu müssen die Ghanaer aber viel effizienter werden und endlich Tore schiessen. Aus dem Spiel heraus gelang ihnen in der Vorrunde kein einziger Treffer.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel