Knapp eine Woche nach dem schmachvollen Ausscheiden von Frankreich trat der französische Verbandspräsident Jean-Pierre Escalettes von seinem Amt zurück.

Als oberster Fussballer im Hexagon hat Escalettes nicht nur das blamable Vorrunden-Out, sondern auch das indiskutable Verhalten der Mannschaft neben dem Rasen zu verantworten. So hatte Nicolas Anelka Trainer Raymond Domenech beschimpft und war nach Hause geschickt worden. Danach verweigerte die Mannschaft eine Trainingseinheit, und Captain Patrice Evra geriet sich mit dem Konditionstrainer in die Haare.

"Nach allem, was in Südafrika vorgefallen ist, ist es meine Pflicht, den Posten abzugeben", sagte der 75-jährige Escalettes. Schon am Tag nach dem Out hatte Frankreichs Sportministerin Roselyne Bachelot erklärt, der Rücktritt von Escalettes sei nun "unausweichlich".

Escalettes wurde im März 2005 Präsident des Verbandes und trat im September 2008 die zweite Amtsperiode an. Bloss zwei Monate zuvor hatte er den wohl schwerwiegendsten Fehler seiner Amtszeit begangen: Er hielt nach der enttäuschenden EURO 2008 am ungeliebten Trainer Raymond Domenech fest. Frankreich war vor zwei Jahren an der EM in der Schweiz und Österrreich ebenfalls schon in der Vorrunde gescheitert.

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