Die holländische Eisschnellläuferin Gretha Smit hat 2006 während der Olympischen Winterspiele in Turin 50'000 Euro für einen Startplatz für das Rennen über 5000 Meter geboten.

Zu diesem Ergebnis ist die Untersuchungskommission des holländischen Olympischen Komitees gekommen.

Smit, 2002 in Salt Lake City Olympiazweite über 5000 m, war in Turin erste Reservistin. Sie war in Topform und zählte zu den Medaillenkandidatinnen. In Turin hatte Smit die Polin Katarzyna Bachleda-Curus, die damals noch Wojcicka hiess, gebeten, sich zurückzuziehen, um ihr den Startplatz zu überlassen. Smit übergab Bachleda-Curus einen Brief mit einem Zettel. Darauf stand der Betrag von 50 000 Euro, der Name eines Autos und mehrere Telefonnummern. Die Polin lehnte das Angebot ab. Smits Betreuer boten auch anderen Eisschnellläuferinnen Geld für einen Startverzicht.

Der Skandal war im Herbst 2009 durch eine Reportage des holländischen Fernsehsenders NOS aufgedeckt worden. Über Konsequenzen wird noch entschieden.

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